Furioser Familienabend beim TAV

Turntiger, Tanz und Tombola

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Die Turner des Vereins - hier die Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen - trugen mit Auftritten zum dreistündigen Programm bei.

Eppertshausen - Ein großes, buntes Programm schuf der TAV, um Mitglieder im angemessenen Umfeld zu ehren. Ellen Dotterweich ist seit 25 Jahren gute Seele der Geschäftsstelle. Von Jens Dörr

Bescheidenheit ist eine Zier: An die große Glocke hängte es Klaus Wenzel beim Familienabend des Turn-Athletik-Vereins (TAV) Eppertshausen in der Bürgerhalle nicht, dass er an diesem Tag 77 wurde. Der Geburtstag des TAV-Vorsitzenden sprach sich noch vor seiner Eröffnungsansprache trotzdem herum – und ein kleines Ständchen für den Vereinschef auf der Bühne war dann natürlich Ehrensache. Wichtiger noch: Seit fast 18 Jahren führt Wenzel den TAV an, kann sich vorstellen, sich bei den Wahlen 2017 noch einmal für eine zweijährige Amtszeit zur Verfügung zu stellen. Er wurde nicht nur Zeuge eines lebendigen Eppertshäuser Vereins, der seine Ehrungen und Sportabzeichen-Verleihung mit einem großen Programm umrahmte.

„Die Veranstaltung lebt vor allen von den Kindern und ihren Angehörigen“, sagte Wenzel: „Dadurch kriegen wir immer einen vollen Saal.“ Rund 300 Gäste waren es diesmal, darunter nicht wenige, die im Laufe des Abends zur Ehrung auf die Bürgerhallen-Bühne gebeten wurden oder dort mit einem Auftritt für Kurzweil sorgten.

Wie etwa die Turner des Vereins, die aufgeteilt in verschiedenen Altersklassen (unter anderem gaben die Sechs- bis Elfjährigen die „Turntiger“) über den Abend hinweg unter der Leitung von Ellen Dotterweich, Klaus Caps, Marco Eder und Ann-Kathrin Schledt ihre Showprogramme abzogen. Dass die gut koordiniert wirkten, hing auch damit zusammen, dass die Verantwortlichen nichts dem Zufall überlassen hatten: Zuvor hatte der TAV das gesamte Programm in einer Generalprobe in der Bürgerhalle durchgezogen.

Zu jenen, die das Publikum unterhielten, zählten auch die Tanzgruppen „Just for Fun“ und „Fit Kids“, die Janine Mack trainiert, sowie Andreas Sehrings Gruppe „Einzigart“. Zum offiziellen Teil des Abends zählten auch eine Tombola mit 650 Ein-Euro-Losen und 62 Preisen. Und natürlich die Auszeichnungen verdienstvoller und langjähriger Vereinsmitglieder.

Nachdem der TAV zu Beginn 53 Sportabzeichen an Einzelpersonen sowie das Familien-Sportabzeichen an die Eppertshäuser Familie Hörhold verliehen hatte, ehrte der Vereinsvorstand eben jene Mitglieder in der zweiten Hälfte des dreistündigen Programms. Gleich 22 Personen gehören dem TAV in diesem Jahr seit einem Vierteljahrhundert (25 Jahren) an: Thekla Beckmann, Katja Berker, Salma Braun, Marcello D’Adamo, Hannes Dobler, Ellen Dotterweich, Sebastian Engel, Jutta Engel, Ronnie Filian, Wolfgang Gruber, Juliane Heckwolf, Dorothee Koch, Mujhem Maloul, Erich Müller, Nils Penzel, Christina Popiol, Gerd Seibert, Ingeborg Seibert, Jens Seibert, Richard Thiel, Anne Thiel und Marion Waldmann. Die meisten dieser Mitglieder zählt der TAV zur Turnabteilung, einige aber auch zum Handball sowie zum Tennis.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im TAV ehrte der Verein am Auszeichnungsabend Doris Blickhan, Heidrun Drexel, Betty Gotta, Sigrid Grimm, Marlies Gruber, Kurt Larem, Sabine Müller und Matthias Murmann.

Für ein halbes Jahrhundert (50 Jahre) im TAV wurde Günther Seitel geehrt, für 60 Jahre Wilfried Müller. Schon seit 65 Jahren dabei sind Franz Blickhan, Hans Friele und Franz Müller. Bei den beiden Handballern Karl-Heinz Gotthold, Helmut Gruber sowie Turner Leonhard Gruber, die allesamt im ersten Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, also 1946, in den Eppertshäuser Verein eintraten, sind es gar schon 70 Jahre Treue.

Nicht vergessen wurde auch die gute Seele der TAV-Geschäftsstelle: Dort ist Ellen Dotterweich mittlerweile seit 25 Jahren für den Verein im Einsatz, feierte in diesem Jahr dieses Dienstjubiläum. Zu Dotterweichs Aufgaben gehören neben der Mitgliederverwaltung und der Buchhaltung im größten Verein der Gemeinde die Organisation der Teilnahme an Turnfesten, Wettkämpfen und Freizeiten, die Leitung von Sportabzeichen und Walkinggruppe sowie von Übungsstunden der Turner.

Quelle: op-online.de

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