Verdient gemacht ums Ehrenamt

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Beim „Abend für das Ehrenamt“ zeichnete die Gemeinde 14 Personen aus, die sich seit Jahren für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl in Eppertshausen engagieren.

Eppertshausen - Seit 1990 ist Klaus Schledt Schriftführer im Vorstand des Gesangverein Liederkranz-Frohsinn. Zudem arbeitet er als Pressewart und als Vereinsfotograf. Beim OWK engagiert er sich des weiteren als Wanderwart und in der Ferienfreizeit als Koch. Von Michael Just

Beim „Abend des Ehrenamtes“ dankte ihm das die Gemeinde nun im Hotel „Krone“ mit einem Essen sowie einer Urkunde. Mit Schledt durften sich weitere 13 Personen über die Würdigung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten freuen, die oft schon über Jahrzehnte reicht. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Rainer Eder, dankte Bürgermeister Carsten Helfmann für das Engagement und lud alle Ausgezeichneten im Anschluss zum Abendessen ein.

2003 hat die Gemeinde einen Kriterienkatalog eingerichtet, wer für eine Auszeichnung in Frage kommt. Das können unter anderem zehn Jahre Vereinsvorsitz, 15 Jahre Tätigkeit im geschäftsführenden Vorstand oder zehn Jahre Jugendarbeit sein. Peter Langmaak wurde ausgezeichnet, weil er von 2000 bis heute erster Vorsitzender der Seniorenhilfe ist. Zusätzlich saß er als ehrenamtlicher Gemeindevertreter von 1985 bis 2001 im Parlament. Eine ganz besonders lange Liste mit Verdiensten liegt bei Norbert Anton vor: Seit 1969 ist er im OWK, seit 1995 füllt er das Amt des Vorsitzenden aus. Auf Verbandsebene war Anton ebenfalls tätig. Im Mandolinenorchester spielt er seit 45 Jahren, der Gemeindevertretung gehört er seit 15 Jahren an.

Sein Engagement übertrug er auf Tochter Katja Berker, die zusammen mit ihrem Vater belobigt wurde. Seit 1995 ist ihr Name fest mit dem OWK-Jugendbereich als Leiterin und Organisatorin verbunden. Im Vorstand der deutschen Wanderjugend bringt sie sich ebenfalls ein. Geschätzt über 1 200 Spiele dürfte Willi Müller beim Tischtennis für den TTC absolviert haben. Verantwortung übernahm er in der Vergangenheit schon als Jugend- und Veranstaltungsleiter, seit 2011 gehört er dem Vorstand als Beisitzer an. Sein Engagement beim Familienabend ist legendär: Dort agiert er in Personalunion als Ansager, Akteur und Kulissenschieber. Inge Kahlert und Waltraud Nierula bilden zwei wichtige Säulen beim Gesangverein Liederkranz-Frohsinn. Seit 1992 kümmern sie sich um die Belange des Kinderchores „Singing Kids“. Seit 2000 sind sie zudem im Vorstand zu finden und nehmen als passionierte Organisatorinnen die Durchführung von Veranstaltungen in die Hand.

Roland Frühwein singt seit 1973 bei der Germania. Seit 1980 engagiert er sich im Vorstand, etwa im Wirtschaftsausschuss. Renate Becker trat im Oktober 1962 dem katholischen Kirchenchor bei. Damit blickt die Sängerin derzeit auf 51 aktive Jahre zurück. Seit 1992 ist sie für das Notenarchiv zuständig. Nicht mehr wegzudenken aus dem CDU-Gemeindeverband ist Charles Ross: Von 1997 bis heute agiert er als Vorsitzender. Weitere ehrenamtliche Funktionen begleitet er als Lektor in der katholischen Kirche oder als Vogelschutzbeauftragter der Gemeinde. Im Weltladen ist er als einer der Mitbegründer ebenfalls seit 20 Jahren engagiert. Vertreten ist er zusätzlich im Vorstand des Eppertshäuser Partnerschaftsvereins Codigoro, den er ebenfalls mitbegründete.

Gilt es den Namen eines Urgesteins beim FVCA zu nennen, dann fällt sofort der Name Willi Trux. 1973 rief er die Fastnachtssparte der Fußballer mit ins Leben. Nach seiner Tätigkeit als Rechner übernahm er von 1995 bis 2013 die Aufgabe des Abteilungsleiters. „Für 36 Sitzungen mit rund 15 000 Besuchern führte er nebenher auch noch die Regie und sorgte für einen professionellen Ablauf. Nie hatte der FVCA so viele und gut funktionierende Gruppen wie unter seiner Führung“, lobte Helfmann. In der Kategorie „Besondere Ehrung“ ging ein dickes Lob an Sascha Wolf: Seit 1995 ist er für die Ausführung der Hilfstransporte von Casa di Copii nach Rumänien verantwortlich. Dabei sucht er Spender oder hilft beim Einsammeln und Verpacken. Im Sommer fährt Wolf jedes Jahr nach Rumänien, um für die Heimkinder Ausflüge zu organisieren.

Inge Kahlert engagierte sich elf Jahre lang als Vorsitzende des Selbsthilfeverein Seniorengymnastik. 2012 wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Jahresausflüge des Vereins oder die Weihnachts- und Faschingsveranstaltungen stellte sie unzählige Male auf die Beine. Sebastian Steinmetz war von 1972 bis 2007 erster Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, dazu über 25 Jahre Ortslandwirt. Von 1977 bis 1997 gehörte er der Gemeindevertretung an. Von 1997 bis 2006 war er im Gemeindevorstand. Helfmann rechnete vor, dass Steinmetz mit seinen verschiedenen Tätigkeiten 131 Jahre im Ehrenamt auf sich vereint. „Wir wünschen, dass du bei deiner jetzigen Gesundheit so alt wirst, wie du ehrenamtlich aktiv warst. Du bist ein leuchtendes Beispiel. Es bräuchte mehr so engagierte Menschen wie du“, sagte der Bürgermeister anerkennend.

Quelle: op-online.de

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