Viele Bürgermeister in einem Ort

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Herbert Müller und Gaby Frenzel ließen sich wie viele andere den Champagner von Katharina Berner reichen.

Eppertshausen ‐ Von vielen wird es seit Jahren geschätzt und deshalb ist es auch bei schlechtem Wetter immer gut besucht: das alljährliche Champagnerfest des Eppertshäuser Partnerschaftskomitees Chaource. Von Jasmin Frank

Auch wieder mit dabei war die französische Sängerin Charlotte Ruinet, die mit ihrer Stimmgewalt den Gästen bei kühlen Temperaturen richtig einheizte. „Das ist Musik, wie wir sie in Frankreich lieben“, freute sich die Vorsitzende des Vereins, Danielle Jean.

Auch die Gäste waren begeistert, nicht nur von den Liedern der Französin, sondern vor allen Dingen von den landestypischen Spezialitäten, und während es sich die Gäste schmecken lassen, hat Katharina Berner vom Partnerschaftskomitee alle Hände voll zu tun, denn an der Champagnertheke herrschte eine große Nachfrage. „Egal ob Gläser oder ganze Flaschen, beides ist gefragt, denn die Leute kommen ja hierher, um es sich nach französischer Art gut gehen zu lassen“, erzählt die Eppertshäuserin. Gerade kommen Herbert Müller und Gaby Frenzel zu ihr und holen sich eine Flasche des edlen Getränkes ab. „Wir kommen regelmäßig hier auf den Chaourcer Platz, denn so einen Genuss bekommt man ja nicht alle Tage geboten“, erzählte das Paar gut gelaunt.

Doch nicht nur die Einheimischen ließen es sich gut gehen, auch die französischen Gäste genossen den Abend. Nach der großen Feier im Mai, bei der das 20-jährige Bestehen der Verschwisterung zelebriert wurde, freute sich die Vorsitzende des Vereins aus Chaource, Nadine Vidal, über das gemütliche Zusammensein. „Ich bin in den zwei Jahrzehnten jedes Jahr einmal hier in Eppertshausen gewesen und habe es immer sehr genossen. Gerade die Unterhaltungen und die Freundschaften, die schon entstanden sind, genieße ich sehr“, meinte sie.

Lustig fand sie, dass bei der offiziellen Feier im Mai aus der knapp 6000 Einwohner starken Metropole Eppertshausen nur ein Bürgermeister angereist war, während das viel kleinere Chaource ganze 25 Rathauschefs aufbieten konnte. „Unsere Kommune setzt sich ja aus vielen kleinen Orten zusammen, in manchen leben nur 40 Personen. Aber jedes Örtchen hat einen eigenen Bürgermeister und zu so einem großen Fest waren natürlich alle gekommen“, schmunzelte die Französin.

Quelle: op-online.de

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