Viele Einsätze halten die Kinder auf Trab

+
Wie die echte Berufsfeuerwehr löschten die Nachwuchs-Floriansjünger das Feuer im Eppertshäuser Park 45.

Eppertshausen (jas) - Ein Alarm jagt den nächsten – eben sitzen die Feuerwehrleute noch in ihrem Einsatzfahrzeug und wollen von einer Löschaktion zum Stützpunkt fahren, da werden sie schon zum nächsten Einsatz abgerufen.

Schlag auf Schlag ging es am Wochenende bei der Eppertshäuser Jugendfeuerwehr zu, und Organisator Marius Murmann schmunzelte: „Wir haben heute Mittag um zwölf gestartet, und jetzt um halb sechs haben wir bereits unseren sechsten Einsatz. Da bleiben die Kinder auf Trab. “.

Ziel des arbeitsreichen Wochenendes ist es, die Kinder und Jugendlichen das Leben der Berufsfeuerwehrleute nachempfinden zu lassen. Deshalb waren die 22 Jungen und Mädchen genau 24 Stunden im Einsatz – sogar Übungen in der Dunkelheit standen auf dem Programm. „Wir mussten auch schon die Halle kehren, das gehört eben auch dazu, aber die Übungen selbst sind schon viel spannender als sauberzumachen“, erzählt Neuzugang Emilian Schauck. Er hat wie alle Neulinge während des Wochenendes einen persönlichen Ansprechpartner. „Ich bin einfach da, wenn er Fragen hat, oder ich ihm etwas erklären muss. Es kann ja auch sein, dass er mal den Überblick verliert“, informiert Thomas Groh, der mit seinen 15 Jahren schon zum „alten Eisen“ gehört und sich bestens auskennt. Das ist vor allem bei der spektakulären Großübung notwendig, die auf dem ehemaligen Gelände der Firma Eissner abgehalten wird: Nicht nur in der Halle brennt es, sondern auch davor, zudem sind Explosionen zu hören und drei verletzte Personen müssen geborgen und versorgt werden.

Gute Zusammenarbeit

„Wir haben jetzt die Jugendfeuerwehren aus Münster und Urberach nachgefordert, außerdem ist die Jugendgruppe der Johanniter Unfallhilfe aus Nieder-Roden mit dabei“, erläutert Murmann das Prozedere. Er hat alle Abläufe genau geplant und mit der Leitstelle abgestimmt, damit es im Ernstfall nicht zu Verwechslungen kommt. Auch wenn also alles nur eine Übung ist: Die Kinder und Jugendlichen sind konzentriert bei der Arbeit, führen sofort ihre Befehle aus und versuchen, so schnell wie möglich am Brandherd zu sein. Gut zehn Einsatzfahrzeuge sind vor Ort, etwa 50 Jungen und Mädchen kämpfen gemeinsam gegen das Feuer und mehr als 20 Betreuer sorgen für die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf des Geschehens. „Es ist schon ein bisschen viel auf einmal, was hier geschieht, trotzdem finde ich es koordiniert“, beschreibt Emilian seine Eindrücke. Sein Mentor Thomas bleibt immer in seiner Nähe und schwärmt: „Besonders gut finde ich, dass alle hier so gut zusammenarbeiten, egal ob Junge oder Mädchen und ganz gleich, ob alt oder jung. Bei einem Einsatz sind wir alle gleich, Feuerwehrleute eben.“

Organisator Murmann kennt das Gefühl von Übungen und gemeinsamen Wochenenden: „Solche Erlebnisse schweißen die Gruppe zusammen, und es entsteht ein großer Zusammenhalt.“ Dabei haben die Kinder schon einiges gemeinsam bewältigt: eine Katze von einem Dach gerettet, eine eingeklemmte Person befreit, einen Alarm in einem großen Unternehmen festgestellt und ein kleines Feuer gelöscht. Für den nächsten Tag steht sogar noch eine Personensuche auf dem Programm. Die Kinder sind sich einig: 24 Stunden wie die Berufsfeuerwehr arbeiten ist eine „coole Aktion“. Dem stimmt auch der kleine Emilian zu, der befindet: „Auch wenn es anstrengend ist, macht es so viel Spaß, dass ich auf jeden Fall bei der Feuerwehr bleibe.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare