Zum Volltanken reicht die nächste Steckdose

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Silke Lautenschläger übergab dem Eppertshäuser Bauhof ein batteriebetriebeneds Elektroauto.

Eppertshausen - Besuchte Silke Lautenschläger jüngst noch als hessische Sozialministerin Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen, war sie nun als neue Ministerin für Umwelt und Energie auf neuem Terrain unterwegs: Dem Eppertshäuser Bauhof übergab sie ein batteriebetriebenes Elektroauto, das dieser einen Monat lang testen soll. Von Michael Just

Ihr Ministerium will mit dieser Aktion unter dem Motto "Mobil ohne CO2-Emission“ Autos fördern, die zukunftsweisend ohne die herkömmlichen, fossilen Brennstoffe wie Benzin und Diesel unterwegs sind. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der Autoverkehr einer der Hauptverursacher von CO 2-Emissionen ist.

Bildergalerie: Revolution der Elektroautos

Zum Volltanken reicht die nächste Steckdose

Dafür hat das Land zwei Elektroautos angeschafft, die insgesamt 40 Kommunen im Praxistest probeweise für je einen Monat zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Carsten Helfmann und Bauhofleiter Herbert Müller nahmen das Automobil eines französischen Herstellers dankend in Empfang. Wie beide sagten, werde man in einem Fahrtenbuch alle Bewegungen und Erfahrungen sorgsam dokumentieren. Dazu habe man auch die Gewerbetreibenden des Ortes zu einer Probefahrt eingeladen, um diese Technik möglichst vielen potentiellen Käufern nahe zu bringen.

Elektroauto  bezeichnet ein durch einen oder mehrere Elektromotoren angetriebenes Automobil. Die Antriebsenergie wird meist in Form eines Akkumulators mitgeführt. Alternativ gibt es auch Prototypen, welche die Energie in gespeicherter Druckluft mitführen.

Quelle: wikipedia.de

Die ersten Erkenntnisse konnten gleich am Übergabetag gesammelt werden: So bewegt sich das Auto fast lautlos. In Sachen Lärmschutz ein enormer Vorteil, für spielende Kinder oder Fahrradfahrer, die in vielen Fällen ein Motorengeräusch gewohnt sind, könnte darin allerdings ein Gefahrenpotential liegen. Überraschend ist die Reichweite: Nur etwa 50 bis 80 Kilometer lassen sich mit dem Gefährt zurücklegen, bevor es an die Steckdose muss. Dafür ist das moderne Vehikel nicht wählerisch und kann von jeder Steckdose aus „betankt“ werden. Der Ladevorgang dauert acht Stunden und schlägt sich mit rund drei Euro in der Stromrechnung nieder. „Ein günstiges und problemloses Vergnügen, sofern man die Reichweite beachtet und vorausschauend fährt“, hob die Ministerin heraus. Nicht selten sei es schon vorgekommen, dass Hausbesitzer oder auch außerhalb gelegene Bauernhöfe Besuch von Elektroautofahrern erhielten, die um Strom baten.

Die Aktion des hessischen Umweltministeriums ist ein Gemeinschaftsprojekt mit „Akasol“, einem eingetragenen Verein der Technischen Universität Darmstadt. Deren Mitglieder beschäftigen sich schon seit Jahren aus wissenschaftlicher Sicht mit der Frage, wie sich Autos mit Strom antreiben lassen. Wie Felix von Borck sagt, liege die Zukunft von Elektroautos vor allem in der Entwicklung von effizienteren Batterien: „Sie entscheiden im Wesentlichen über den Erfolg, ob sich diese alternative Antriebstechnik etabliert oder nicht.“

Quelle: op-online.de

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