Dem OWK das Banner fürs Waldfest geklaut

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Das Waldfest des Eppertshäuser OWK zog erneut zahlreiche Ausflügler an. Besonders engagiert beim Helfen zeigte sich Katharina Schröder (links) bei der Unterstützung ihres Vereins.

Eppertshausen - Vor zwei Jahren kehrte der Gesangverein Germania dem Haus Westermann den Rücken und zog mit seinem neuen Maifest an die Bürgerhalle. Seitdem schwärmen die Sänger von der zentralen Lage und dass beim Aufbau nun vieles besser und einfacher läuft.

Den Odenwaldklub beeindruckt das wenig. Am Wochenende richtete er sein Waldfest erneut am Haus Westermann aus, das bekanntermaßen in die Jahre gekommen ist. „Ein Waldfest gehört einfach in den Wald“. Und: „Der OWK ist naturverbunden. Da wollen wir kein Betonfest“, lauten die Antworten auf die Frage an die Mitglieder, wie fest man hier verwurzelt ist.

An Christi Himmelfahrt zog das Fest erneut zahlreiche Ausflügler an die Waldgrenze hinterm Sportzentrum. Zwar waren die Besucherzahlen schon stärker, trotzdem gab sich der Vorstand zufrieden.

Vereinsinterne Neuerung

In diesem Jahr stand vereinsintern eine Neuerung an. Lag die Organisation und Dienstleistung fürs Fest sonst in den Händen der OWK-Jugend, waren diesmal alle im Verein gefordert, mit anzupacken. „Studieren einige an einem anderen Ort, hinterlässt das ganz schnell Lücken“, sagt der stellvertretende Jugendleiter, Alexander Groh. Trotzdem zeigte sich der OWK-Nachwuchs als ziemlich präsent, auch was die Programmgestaltung mit dem Jugendorchester und seinen traditionellen Tanzgruppen am Nachmittag anging.

Als einer der engagiertesten Helferinnen trat Katharina Schröder (14) auf. Sie brachte sich an der Getränkekasse ein, ferner beim Auf- und Abbau. „Ich bin beim OWK groß geworden. Der ist wie eine Familie“, sagt sie. Am Donnerstag hätte sie mit ihren Freunden auch eine Radtour machen können. Stattdessen entschied sie sich bewusst für ihren Verein. „Die Freunde sehe ich morgen auch noch“, sagt die Schülerin. Einige konnte sie sogar überzeugen, doch mal beim Waldfest vorbeizuschauen. Von ihrer Familie war sie das erste Mitglied beim OWK. Nach und nach meldeten sich dann fast alle Schröders an. Als ihr Vater einmal mit ins Zeltlager fuhr, unterschrieb er kurze Zeit später seinen Beitritt. Ihr Bruder entschied sich als nächster zum Eintritt in den Traditionsverein. Seitdem ist er einer der wenigen männlichen Aktiven in den Tanzgruppen. Auch die Schwester tanzte in der Folge beim OWK und spielt heute im Orchester. „Meine Mutter bringt sich ebenfalls tatkräftig ein. Sie ist die einzige, die noch nicht Mitglied ist“, erzählt Schröder. Gerne würde die 14-Jährige mehr OWK-Angebote wahrnehmen. Wie sie bedauert, lässt ihr die Schule dazu heute aber keine Zeit mehr.

Bannerdiebstahl frech und dreist

Wenn ganze Familien so überzeugt vom OWK sind, freut das den Vorsitzenden Norbert Anton. Weniger erfreut zeigte der sich darüber, dass das Werbebanner fürs Waldfest am Kreisel geklaut wurde. Der ist nicht billig, weshalb Anton die Sache nicht als Scherz sondern als frech und dreist ansieht. Der OWK hat als Konsequenz Strafanzeige gestellt.

mj

Quelle: op-online.de

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