„Wanderwege in Ordnung“

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Knapp 50 Mitglieder des Odenwaldklubs Eppertshausen wohnten der Jahreshauptversammlung bei.

Eppertshausen ‐ Schneefall und überfrierende Nässe hielten etwa 50 Mitglieder des Odenwaldklubs (OWK) Eppertshausen nicht davon ab, zur Jahreshauptversammlung ins Haus der Vereine zu kommen. Von Ellen Jöckel

Nachdem der erste Vorsitzende Nobert Anton das vergangene Jahr aus der Sicht des Vorstands wiedergab und dabei besonders auf das arbeitsintensive 90-jährige Vereinsjubiläum einging, berichteten die einzelnen Abteilungen von ihren vielseitigen Aktivitäten.

Auch für 2010 hat sich der Verein viel vorgenommen: Die Jugendabteilung unter der Leitung von Katja Berker bietet wieder für alle Altersstufen Zeltlager, Volleyballturniere, Fahrten und Exkursionen an. Sehr engagiert ist der OWK Eppertshausen auch im Naturschutz. So werden auch in diesem Jahr unter der Obhut von Naturschutzwart Jürgen Reinecke Streuobstwiesen und Biotope gepflegt und Amphibien geschützt.

17 Tages- und Halbtageswanderungen

Zu den Hauptaktivitäten des Vereins gehört auch im laufenden Jahr das Wandern. „Die Bänke und Wanderwege sind in Ordnung“, bescheinigte Wegewart Valentin Freund bei der Versammlung. 17 Tages- und Halbtageswanderungen sowie Themenwanderungen, sportliche Touren und weitere Veranstaltungen sind dem aktuellen Wanderplan zu entnehmen. Auf dem Programm für 2010 stehen auch eine Segelfreizeit auf der Ostsee, Hochgebirgswanderungen in Südtirol und Skifreizeiten. Der Odenwaldklub ist auch in musikalischer Hinsicht aktiv: Das Mandolinen- und Schülerorchester sowie die Volkstanzgruppen sind das ganze Jahr über im Einsatz. Neben den alljährlichen Veranstaltungen wie dem Waldfest der Jugendabteilung, der Sonnenwend- und Familienfeier stehen noch weitere besondere Termine an: Am 20. März findet ein Heimatabend mit dem Titel „Die Portefeuiller und Babbscher“ statt, bei dem Zeitzeugen der Zunft zu Wort kommen. Außerdem wird sich der OWK bei der Gewerbemeile im Mai präsentieren.

Weiter teilte der Vorstand den Mitgliedern mit, was mit dem übriggebliebenen Geld geschehe, welches der Verein im vergangenen Jahr erwirtschaftet habe: Zum einen werde die Stiftung des Vereins aufgestockt. Dies sei unter anderem die Forderung des zuständigen Finanzamtes gewesen, erläuterte Anton. Die Zinserträge daraus würden nachhaltig für den Verein und der satzungsgemäßen Förderprojekte eingesetzt werden. Außerdem sei geplant, im Frühjahr zur Erinnerung an das 90-jährige Jubiläum des Vereins und an seinen Ehrendirigenten August Murmann eine Pyramideneiche an ein Biotop der Gemeinde zu pflanzen.

Ein Punkt auf der Tagesordnung erregte die Gemüter: Ein Antrag auf die Ernennung zweier Vereinsmitglieder zu Ehrenmitgliedern. Daraufhin stellte ein Vereinsmitglied die Frage, ob es eigentlich in der Satzung des OWK Eppertshausen festgelegt worden sei, wer zum Ehrenmitglied ernannt werden könne. Norbert Anton antwortete darauf, dass es bisher keine Richtlinie dazu gäbe. Der Vorstand habe aber bereits über diese „Gesetzeslücke“ gesprochen und plane, diese baldmöglichst zu schließen. Nichtsdestotrotz habe die Vereinsführung nach längerer Diskussion beschlossen, die genannten Personen zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Dies veranlasste wiederum ein Mitglied die Verschiebung der Ernennung um ein Jahr zu beantragen – bis eine Ehrenordnung vorhanden sei. Diesen Antrag beschlossen die Mitglieder mehrheitlich. Nach getaner Arbeit ließen die OWK-Mitglieder bei einem „Whiskytasting“ und mit Braten die Jahreshauptversammlung ausklingen.

Quelle: op-online.de

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