Die Welt im Kleinen

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1500 Gigabyte Rohmaterial hat Günter Maier für seinen Rückblick auf das Eppertshäuser Jahr gefilmt. Mehr als 350 Stunden ist er im Einsatz, um den Film zu drehen.

Eppertshausen ‐ Jeder, der Eppertshäuser Veranstaltungen besucht, hat ihn schon einmal gesehen: Günter Maier, der Orts-Dokumentarist. Immer hat er seine Kamera dabei, wenn er auf Tour geht: Events aller Art auf Bild festzuhalten, ist sein Ziel. Von Jasmin Frank

„Mir geht es vor allem darum, Geschehnisse zu zeigen, die von allgemeinem Interesse sind. Einzelne Vereinsabende nehme ich deshalb nicht auf, da sie ja immer nur eine spezielle Zielgruppe ansprechen“, erläutert Maier. Für seinen Streifen „Eppertshäuser Album 2009 – Filme und Bilder eines Jahres“ hat er wieder ein Potpourri aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport zusammen gestellt.

Doch wie kommt der Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik zu diesem ungewöhnlichen und zeitaufwändigen Hobby? „Zunächst habe ich fotografiert, doch dann dachte ich mir, dass bewegte Bilder noch schöner wären. Film und Fernsehen begeistern mich schon lange. Aber erst seitdem ich im Ruhestand bin, habe ich ausreichend Zeit, mich meinen Projekten wirklich zu widmen“, schwärmt der geborene Mönchengladbacher. Nach Eppertshausen hat es ihn während seines Studiums in Dieburg verschlagen: Er lernte seine spätere Frau Angela kennen und nicht nur sie, sondern auch den ganzen Ort lieben. Deshalb blieb er, auch wenn er zeitweilig beruflich viel unterwegs war.

1500 Gigabyte Material zusammengetragen

Mit den Eppertshäuser Vereinen ist sein Leben ohnehin eng verknüpft, engagiert er sich doch im Liederkranz, in der katholischen Kirchengemeinde und bei der Freiwilligen Feuerwehr. Diese Ortsverbundenheit brachte ihn auch auf die Idee, den Jahreslauf zu dokumentieren. „Ich verpasse nie die Jahresrückblicke des ZDF, die alle wichtigen Ereignisse in 60 Minuten festhalten. Das wollte ich für Eppertshausen auch haben. Auch im Kleinen passieren ja Dinge, die es zu archivieren lohnt“, meint der zweifache Vater und dreifache Großvater. Schon vor zwei Jahren hat er bewiesen, wie viel Interessantes sich in einen Film packen lässt. Auch in den zurückliegenden zwölf Monaten war er über 350 Stunden im Einsatz, um das alles festzuhalten, was ihm wichtig und berichtenswert erschien. Das alles natürlich ehrenamtlich, von der Gemeinde bekommt er lediglich eine kleine Aufwandsentschädigung.

Insgesamt 1500 Gigabyte Material hat Maier zusammengetragen. Für den Film verwendet er rund 350 Gigabyte des hochauflösenden Materials, das dann noch mal auf acht Gigabyte für den DVD-Standard reduziert werden müsse. „Die technische Seite in Kombination mit der Kreativität, die ich freisetzen kann, ist das, was mich so begeistert“, erzählt der Eppertshäuser. Das Schneiden, Vertonen, aus dem Rohmaterial einen Film zu formen, das alles bereitet ihm Freude. „Und dann schaffe ich dabei noch etwas, das vielen Menschen über lange Zeit nützlich ist und nicht nur Einzelnen dient“, fügt Maier hinzu.

Für alle, die sich den Film einmal anschauen wollen, sei es aus allgemeinem Interesse, oder um nachzusehen, ob man selbst auch im Eppertshäuser Jahresrückblick verewigt ist, bietet sich dazu am Sonntag, 17. Januar, die Gelegenheit: In der Mehrzweckhalle wird die etwa zweistündige Dokumentation ab 16.30 Uhr gezeigt und kann anschließend zum Selbstkostenpreis von zehn Euro erstanden werden. Wer am Sonntag keine Zeit hat, in der Mehrzweckhalle vorbeizuschauen, den Film aber auf keinen Fall verpassen will, kann die DVD ab Montag, 18. Januar, bei Dieter Hüllmandel im Rathaus (Zimmer 14) erwerben.

Quelle: op-online.de

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