Weniger Diebstähle und Alkoholunfälle

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Polizeistationschef Reimar Franke (links) zeigte seinen Gästen aus Eppertshausen mit Bürgermeister Carsten Helfmann (rechts) die neue Wache im Dieburger Süden und präsentierte aktuelle Statistiken.

Eppertshausen - Was die Mitglieder des Eppertshäuser Präventionsrates in Dieburg sahen, dürfte ihnen gefallen haben: Damit ist weniger die Außenansicht der dortigen Polizeistation gemeint, über die sich ja trefflich streiten lässt. Von Jens Dörr

Vielmehr sorgte das, was Bürgermeister Carsten Helfmann und der Erste Polizeihauptkommissar und Leiter Polizeistation Dieburg, Reimar Franke, präsentierten, für Wohlwollen. Nach der Besichtigung der von innen sehr ansehnlichen Polizeistation referierten beide nämlich zur Kriminalitäts- und Unfallstatistik 2008 sowie zum Projekt „Schutzburg“, dem Eppertshausen seit 2006 angehört.

Die harten Fakten bei der Kriminalität waren fast überall im Landkreis Darmstadt-Dieburg erfreulich: In Eppertshausen gab es 2008 insgesamt 152 erfasste Straftaten, von denen 74 aufgeklärt wurden. 2007 waren noch 178 Straftaten, also 26 mehr begangen worden. Auch die Aufklärungsquote übertraf im Jahr 2008 mit 48,7 Prozent die Eppertshäuser Vorjahreswerte. Aufgeschlüsselt nach Art der Taten ergab sich 2008 ein Rückgang bei Rohheitsdelikten (insgesamt 22) und beim Diebstahl (56).

Spektakulär war in Eppertshausen der Rückgang der Diebstähle aus Autos: Wurden 2007 noch 27 Mal Gegenstände aus Fahrzeugen entwendet, gab es 2008 nur noch acht Vorfälle. Die Zahl der Sachbeschädigungen blieb mit 29 Fällen konstant, bei Betrugs- (21) und Drogendelikten (sechs) stiegen die Werte leicht an. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger halbierte sich derweil – prozentual hatten in Eppertshausen 2008 rund 18 Prozent der Tatverdächtigen keinen deutschen Pass. Kreisweit war die Zahl der Straftaten von 2007 auf 2008 ebenfalls deutlich gesunken.

Im Rahmen der Sicherheitsanalyse 2008 wurden auch die Verkehrsstatistiken erfasst und dem Präventionsrat vorgestellt. Zwar stieg im Landkreis die Zahl der Verkehrsunfälle um sechs Prozent auf 5033 Unfälle an, bei den besonders tragischen Fällen gab es aber sehr positive Entwicklungen: Statt 20 Toten (2007) gab es 2008 nur noch neun Opfer, die im Kreis tödlich verunglückten. Die Zahl der Schwerverletzten sank um fast 20 Prozent. Sogenannte „Alkoholunfälle“ gab es 2008 insgesamt 142 – ein Rückgang von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr Unfälle gab es dagegen mit Beteiligung von Rad- und Mofa-/Motorrad-Fahrern. In Eppertshausen gab es 2008 16 Unfälle pro 1000 Einwohner. Das Risiko, dabei verletzt zu werden, lag in dem Ort dabei bei etwa eins zu 300.

Weniger tragische Dinge resümierte derweil das Projekt „Schutzburg“ in der Gemeinde Eppertshausen. Von den 33 Partnern gaben Anfang des Jahres etwas weniger als die Hälfte ihre Rückmeldungen zu 2008. Von den Hilfestellungen der Partner profitierten überwiegend Kinder im Ater von acht bis zehn Jahren. So versorgte EDV Groh diese zweimal monatlich mit Pflastern, schlichtete die Flugbörse von Peter Helfmann Streit oder half, ein verloren gegangenes Fahrrad zu suchen. Dass das auch gefunden wurde, setzte den erfreulichen Zahlen die Krone auf.

Quelle: op-online.de

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