Was tun wenn´s brennt?

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Nach der Theorie war die Praxis angesagt - alle Teilnehmer des Aktionstages durften einen Brand löschen.

Eppertshausen ‐ Wenn es brennt, wird die Feuerwehr gerufen, doch was macht man als Betroffener selbst in einer solchen brenzligen Situation bis Hilfe eintrifft? Darüber konnten sich am Samstag die Teilnehmer des Aktionstages der Freiwillige Feuerwehr Eppertshausen informieren. Von Jasmin Frank

„Wir haben diesen Tag in eine theoretischen und eine praktische Sequenz aufgeteilt, damit alle gut informiert sind, aber auch mal ausprobieren können, wie ein Feuerlöscher funktioniert“, erläuterte Vorsitzender Jürgen Müller. Der neu entwickelte Aktionstag war so gut bei den Eppertshäusern angekommen, dass mehr Anmeldungen vorlagen, als Plätze zur Verfügung standen, deshalb steht schon jetzt fest, dass das Angebot im Herbst wiederholt werden wird.

Viele Gründe gab es für die Begeisterung der Besucher, so meinte Carola Weber: „Einerseits habe ich viel gelernt, so wusste ich vorher beispielsweise nicht, dass ich beim Löschen von Elektrogeräten immer einen Mindestabstand einhalten muss. Andererseits fand ich es wirklich gut, dass die Jugendfeuerwehr die Kinder betreut hat, so dass auch Eltern teilnehmen konnten. Es war ein richtiger Familientag.“

Alle Generationen kommen zum Essen zusammen 

Diese Stimmung war auch bei der Mittagspause im Feuerwehrhaus spürbar, als alle Generationen beim Essen zusammen saßen. Zuvor hatte die Jugendfeuerwehr noch eine Übung am Gemeindekindergarten abgehalten, bei der drei Trupps zeigten, wie ein Feuer sachgerecht gelöscht werden kann. „Ich habe bei der Übung zugeschaut und finde, es wurde ganz toll gemacht, schließlich hat ja nichts mehr gebrannt. In einem Jahr bin ich auch zehn Jahre alt, dann kann ich endlich auch mitmachen“, freut sich die kleine Celine.

Ein großes Thema am Aktionstag waren die Feuerlöscher. Nicht jedes der Geräte kann jeden Brand löschen, zudem müssen die aufgebrachten Hinweise beachtet werden. „Ich habe noch nie einen Feuerlöscher bedient und bin froh, das heute üben zu können. Denn so kann ich mich in Ruhe damit auseinander setzen und auch von der Erfahrung anderer profitieren“, meinte Weber, die mit den anderen Teilnehmern zuschaute, wie ein Brandschützer die verschiedenen Modelle erklärte. Im Anschluss durfte dann jeder selbst Hand anlegen und ein kleines Feuer löschen.

Fettexplosion und technische Hilfeleistung bewältigt

Nach dem ersten Staunen über das Gewicht der Feuerlöscher durfte auch nicht vergessen werden, die Sicherung zu lösen, bevor dem Brand zu Leibe gerückt werden konnte. Zu guter Letzt zeigten die Feuerwehrleute dann noch ihre vielfältigen Einsatzgebiete: Eine Fettexplosion wurde ebenso bewältigt, wie eine technische Hilfeleistung. Hier wurde die Rettung einer verletzten Person aus einem Unfallfahrzeug simuliert, eine Situation, der sich die Freiwilligen sogar häufiger gegenübersehen als Bränden.

Für die Kleinsten gab es aber noch einen andere Höhepunkt: Eine Rundfahrt in einem Einsatzfahrzeug begeisterte die Jungen und Mädchen, so dass der Nachwuchs für die Brandschützer gesichert sein sollte.

Quelle: op-online.de

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