Wiederbeleben und informieren

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Die Jugendwehr in Eppertshausen demonstrierte ihren Ausbildungsstand und schaute selbst interessiert bei der Arbeit der Rot-Kreuzler zu.

Eppertshausen (jas) ‐ Rettungswagen, Feuerwehrautos und andere Einsatzfahrzeuge säumen am Samstag die Einsteinstraße im Eppertshäuser Park 45 vor der Wache des Deutschen Roten Kreuzes. Dieses Mal stand jedoch nicht die neu eingeweihte Unterkunft der Rettungssanitäter im Mittelpunkt, sondern die Arbeit der DRK-Gruppe vor Ort.

Wir wollen der Bevölkerung einfach mal zeigen, was wir hier in Eppertshausen konkret machen“, erzählt Bereitschaftsleiter Haiko Schmidt und zählt auf: „Viele denken bei Rotem Kreuz nur an den Rettungswagen bei einem häuslichen Notfall. Das ist natürlich auch eine wichtige Arbeit, die aber hier von der Wache übernommen wird. Wir als Verein haben drei andere Schwerpunkte: die Organisation des Blutspendens, die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr und die Einsätze als Voraushelfer.

Was tatsächlich viele nicht wissen, ist, dass bei jedem Brandeinsatz der Eppertshäuser Feuerwehr auch ein Wagen der ehrenamtlichen Rotkreuzler mitfährt - und das weniger wegen der möglichen Opfer, denn die werden zumeist vom Rettungswagen der Wache betreut. „Wir sind hauptsächlich für die Feuerwehrleute mit dabei, denn es kommt schon vor, dass einer der Freiwilligen bei einem Einsatz verletzt wird“, so Schmidt. Zudem kommen die engagierten Männer auch als Ersthelfer ins Haus, wenn der Wagen der Rettungswache bereits unterwegs ist und übernehmen solange die Versorgung, bis die Kollegen vor Ort sind.

Höhepunkt: die fahrende Fernmeldezentrale

An diesem Tag gibt es aber noch einiges mehr zu bestaunen: Ein Technikfahrzeug, das bei Großeinsätzen, wie vor kurzem bei einem Brand in einem Münsterer Reifenlager, eingesetzt wird, um die Feuerwehrleute mit Zelten, Strom und Nahrungsmitteln zu versorgen. Ein weiterer Höhepunkt ist die fahrende Fernmeldezentrale, die an diesem Tag von Jürgen Seibert und Thilo Märker betreut wird. „Wir werden meistens bei Großschadenslagen eingesetzt“, erläutert Märker und stellt seine Arbeit dar: „Bei uns gehen alle Informationen ein, beispielsweise wo ein neuer Brandherd ausbricht oder wo es neue Verletzte gibt. Wir bündeln diese Informationen und geben sie dann weiter an die Einsatzzentrale, die dann alles notwendige in die Wege leitet.

Die beiden Männer arbeiten natürlich auch ehrenamtlich und haben so schon einiges erlebt, da sie auch bei Großeinsätzen gebraucht werden. „Wirklich spektakulär war es, als wir beim Papstbesuch mitgeholfen haben. Da waren schon eine Menge Leute unterwegs, so dass es viel zu koordinieren gab“, plaudert Seibert.

Wiederbelebungsmaßnahmen an Spezialpuppe

Weniger sensationell, aber durchaus beeindruckend geht es bei der Führung durch die Rettungswache zu: Der zehnjährige Brandschützer Luca Garbella bekommt den Blutzuckerspiegel gemessen, Rettungsassistent Ian Mehley führt Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Spezialpuppe vor und sein Kollege Peter Payne zeigt einer Gruppe von Kindern die Ausstattung im Haus, darunter so nützliche Geräte wie Nackenstützen und Bettpfannen.

Und was halten die Knirpse von den Angeboten? „Ich wollte erst gar nicht herkommen, aber mein Vater hat mich mitgenommen. Jetzt finde ich es sehr spannend“, erzählt die kleine Celine Müller, die schon genau weiß, was sie später einmal machen will: „Ich werde auf jeden Fall Feuerwehrfrau!“ Die Freiwillige Feuerwehr muss sich also keine Nachwuchssorgen machen und es bleibt für Mannschaft und Betroffene zu hoffen, dass es dem Eppertshäuser DRK-Ortsverein ebenso geht.

Quelle: op-online.de

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