Zu Fuß Wiesen, Wald und Felder erkundet

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Die erste Station der Wanderung der SPD-Ortsverbände Münster, Eppertshausen und Messel mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ist eine willkommene Pause.

Münster/Eppertshausen - Etwa 30 Personen warten schon gespannt an der Thomashütte zwischen Eppertshausen und Messel auf einen besonderen Gast: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hatte sich zur Rundwanderung angekündigt. Von Jasmin Frank

Was für viele Teilnehmer ein besonderes Ereignis ist, ist für andere durchaus schon zur angenehmen Routine geworden: Manfred Hechler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Eppertshausen, erklärt, dass die Bundesministerin schon seit mehreren Jahren mit den Bürgern ihres Wahlkreises durch die Wälder streift und so einen lockeren Kontakt zur Basis pflegt.

Als Brigitte Zypries pünktlich um 14 Uhr zur Gruppe stößt, wird die gelöste Atmosphäre auch gleich offensichtlich, die Ministerin bewegt sich ohne Scheu fröhlich lachend und entspannt plaudernd unter den Münsterer, Messeler und Eppertshäuser Wanderfreunden. „Solche Termine nenne ich immer ‚niedrigschwellige Treffen’, da keine Hemmschwelle überwunden werden muss“, erläutert die Politikerin. Anders als in ihrem Wahlkreisbüro in Darmstadt, zu dem Interessierte meist mit speziellen Anliegen kommen und sie sich immer nur 15 Minuten pro Person reservieren kann, hat sie bei den von ihr initiierten Wanderungen mehr Zeit und kann über allgemeine Themen reden.

Wer sich über die Wanderungen und die Politikerin Zypries informieren möchte, kann dies hier tun.

Bei dem Ausflug sind auch die Neu-Eppertshäuserin Edith Matzka und ihr zehnjähriger Sohn David-Oliver mit von der Partie. Sie ist zwar zum einen wegen des Besuchs aus Berlin gekommen, zum anderen aber auch, um Kontakte mit den „Einheimischen“ zu knüpfen. Sie beurteilt das Ganze als eine Art individuelle Schnupperwanderung. Dabei kommt ihr zugute, dass Brigitte Zypries in der etwa 35-köpfigen Gruppe ihre Schäfchen wohl schon kennt, denn sie ortet den Neuzugang zügig und begrüßt die junge Mutter persönlich: „Für Erstwanderer haben wir immer Schrittzähler dabei“, lacht sie und überreicht ihr gleich zwei der Messgeräte.

Für die Tour, die bis zum Münsterer Freizeitgelände und dann wieder zurück zur Thomashütte führt, hat sich Manfred Hechler fünf Stationen ausgesucht, an denen er über Geschichte und landschaftliche Besonderheiten berichtet, zum Beispiel über das Naturschutzgebiet und die ehemaligen Tongruben in der Gemarkung. Für ihn ist eine mehrstündige Wanderung kein Problem, ist er doch auch im örtlichen Odenwaldclub engagiert.

Auch die Ministerin und ihre Begleitung werden nicht müde, obwohl sie schon den fünften Tag in ihrem Wahlkreis unterwegs sind, so waren in dieser Wanderwoche schon Erzhausen, Seeheim-Jugenheim, Modautal und Roßdorf ihre Ziele. Die sportliche Bürgernähe hat aber nicht etwa Bezug zu den kommenden Bundestagswahlen, denn Brigitte Zypries beginnt schon seit mehreren Jahren ihren Berliner Sommerurlaub mit den beliebten Exkursionen, und es werden mit jedem Jahr mehr Teilnehmer.

Quelle: op-online.de

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