Eppertshausen

SPD will Bedenken gegen Kraftwerk festschreiben

Die Eppertshäuser Sozialdemokraten haben vor der Gemeindevertretersitzung 31 Punkte gegen einen Ausbau des Kohlekraftwerks in Großkrotzenburg zusammen getragen.

Eppertshausen (ale) - Aufwand haben die Eppertshäuser Sozialdemokraten im Vorfeld der jüngsten Gemeindevertretersitzung betrieben: 31 Punkte haben sie zusammengetragen, die gegen einen Ausbau des Kohlekraftwerkes in Großkrotzenburg sprechen – eine Verwaltungsvorlage sieht keine Veranlassung, Anregungen oder Bedenken der Gemeinde gegen das Großprojekt vorzubringen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte umfangreiche Daten zum Ausbau vorgelegt; „öffentliche Beteiligung“ lautete das Stichwort.

Doch fand der Änderungsantrag der SPD keine Mehrheit: Zwar enthielten sich zwei Gemeindevertreter der Stimme, den sechs Stimmen der SPD standen dennoch elf Unions-Stimmen entgegen – den eigentlichen Beschlussvorschlag der Verwaltung beschlossen CDU und FDP, die SPD stimmte dagegen.

„Wir wollen etwas gegen die Vogel-Strauß-Politik machen“, merkte SPD-Fraktionschef Andreas Larem an. „Nur, weil das Kraftwerk ein paar Kilometer weit weg ist, geht es uns trotzdem etwas an.“ Seine Fraktion hatte eine ganze Reihe von Punkten aufgelistet, die ihr am geplanten Projekt gegen den Strich gehen – und die sie gern in der Antwort ans Regierungspräsidium gelesen hätten: So seien die öffentlich ausgelegten Unterlagen an vielen Stellen unvollständig, Alternativstandorte nicht genau genug geprüft und eine Reihe von Risiken nicht ausreichend bedacht worden.

Wenig Verständnis zeigte Hans-Dieter Lehnen (CDU): „Kein einziger Punkt der Liste hat Fakten zur Grundlage. Die meisten können wir hier gar nicht beurteilen.“

Quelle: op-online.de

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