Studio-Bühne Dreieich Eppertshausens Kinder

Xenia brilliert bei der Premiere

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Tumbe Strauchdiebe unter sich: Da greift der Räuberhauptmann schon mal zu rigiden Mitteln, zieht seine Bande an den Ohren, um sich Respekt zu verschaffen. Doch den verspielten sie zum Vergnügen der Kinder bei den Zuschauern schnell. Die Studio-Bühne Dreieich hatte das ganze Publikum schnell im Griff.

Eppertshausen -  Zum 31. Weihnachtsmarkt in Eppertshausen machte die Studio-Bühne Dreieich mit ihren aktuellen Stück „Xenia vom Nixilla“ bereits zum 35. Mal Station in der Gemeinde. Und in diesem Jahr hatte das neue Stück hier auch seine Premiere. Von Thomas Meier 

Die Kinder dankten es den ehrenamtlichen Schauspielern mit großen Gejuchze während des Stückes und lauten Beifallsgejohle zum Schluss. Traditionell bietet die gemeinde am zweiten Markttag den Kindern ein eigenes Theaterstück bei kostenfreiem Eintritt. Sogar Eltern dürfen mitgebracht werden. Und weil man vom ersten Engagement an mit der Bühne aus Dreieich so gute Erfahrungen gemacht hatte, währt die Verbindung auch schon so lange.

Künstlerischer Leiter ist heute Karl Hofmann, dem Bürgermeister Carsten Helfmann auch ebenso für die Treue dankte wie den zehn Akteuren, die für die Aufführung am Sonntagnachmittag angereist waren. Sechs Schauspieler nebst Technikern und Souffleuse waren im Einsatz, den Hofmann von hinten anfangs noch nervös, wenig später dann aber sehr entspannt verfolgte. Die Rollen saßen, die Schauspieler hatten ihr Publikum schnell in ihren Bann gezogen. Schon der Einstieg ins Stück diente diesem Effekt, kamen doch zwei Akteure von der Bühne erst einmal ins Publikum, nahm Kontakt mit den Kindern, Papas, Mamas und Großeltern aus nächster Nähe auf, um ins Spiel hineinzuführen. Und das war auch kindgerecht-lustig mit spannenden Momenten:

Xenia vom Noxilla ist eine Außerirdische, die durch einen Fahrfehler auf der Erde – oder wie sie sagen würde, auf der „Erbse“ – gelandet ist und nun zu ihrem Heimatplaneten Noxilla zurückkehren möchte. Dazu braucht sie nur frisches Benzinox das sie normalerweise problemlos aus den im Rucksack mitgebrachten Edelsteinen gewinnen kann.

Leider lässt sich Xenia von drei ziemlich vertrottelten Räubern übertölpeln und bekommt die wertvollen Zutaten durch eine List abgenommen. Wie soll sie jetzt wieder nach Hause kommen? Wird die merkwürdig aussehende Xenia vom Noxilla Freunde finden, die ihr helfen können ihren Schatz wieder zu bekommen?

Liebevoll gestaltete Kulissen, witzige Charaktere und schöne Kostüme: Die Inszenierung hat viel Wortwitz, Slapstick und noch mehr Phantasie, die ebenso spannend wie komisch ist und den Kindern reichliche Möglichkeiten gab, sich ins Geschehen einzubringen. Kinder und die Großen lohnten der Schauspieler Mühen mit viel Beifall.

Die Studio-Bühne wurde am 12. Januar 1982 durch Hans Obermann in Dreieich gegründet. Das erste Kinderstück „Rasmus und der Landstreicher“ wurde bereits im Gründungsjahr aufgeführt, schon damals auch in Eppertshausen.

Knapp 20 Mitglieder hat die Bühne, es waren auch schon mal mehr und neue Mitstreiter werden gesucht. Künstlerischer Leiter Hofmann verdeutlicht, dass man nicht nur auf der Bühne die Schauspielarbeit zu erledigen habe: „Wir schneidern Kostüme, bauen Kulissen, komponieren Musik, verzaubern das Publikum mit pyrotechnischen Effekten. Und nicht zuletzt kümmern wir uns um die Akquisition. Wichtig ist für uns die Ensembleleistung, sie steht bei uns für den Erfolg.“

Mit Märchen, Musicals und fantastischen Geschichten hat sich die Studio-Bühne, eigentlich auch eine Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschule Dreieich, nicht nur in der Kulturszene im Rhein-Main-Gebiet einen Namen gemacht, sondern den Wirkungskreis bis in den Vogelsbergkreis ausgedehnt. Im gesamten Rhein-Main-Gebiet waren bereits Auftritte, Gastspiele gab es in der Stadthalle Babenhausen bis zur Stadthalle Alsfeld.

Im Mai beginnen traditionell die Proben zu den neuen Stücken, im Herbst ist Generalprobe, und zum Weihnachtsmarkt in Eppertshausen war nun wieder eine Premiere. „Wir freuen uns, auch im kommenden Jahr hier wieder aufwarten zu dürfen“, sagt Hofmann.

Quelle: op-online.de

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