Halloween-Nights in der Thomashütte

Zombieschocker statt Kuschelhasen

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Furchterregende Szenen spielen sich zu Halloween um die Thomashütte ab, wenn 40 Artisten und Darsteller durch Wald und Schlachthaus in den Gruselpalast entführen.

Eppertshausen - Wo sich tagsüber zottelige Lamas und kuschelige Kaninchen streicheln lassen, wo im Sonnenlicht helles Kinderlachen beim Ponyreiten ertönt, dort wird es im herbstlichen Nebel bei Dämmerung schlagartig furchtbar schrecklich. Von Thomas Meier

Eine dicke, graue Made bohrt sich durch die Wange des zerfetzten Gesichts der New Yorker Polizistin. Die Untote mit dem irren Blick und aufgerissener Kopfhaut knirscht unheilvoll mit den Zähnen, derweil ihr blutiger Kampfhund ein Wolfsgeheul ertönen lässt. Das ficht den Clown mit den blutunterlaufenen, von bunter Schminke zudem tränenden Augen nicht weiter an. Er schlappt die Sense schwingend und mit Luftballons bewaffnet durch den Laubwald, verfolgt von seinen Kumpels Gevatter Tod und Mördermönch. Das Grauen hat auch für Normalsterbliche spätestens ab 31. Oktober einen gruseligen, neuen Namen: Halloween-Nights auf der Thomashütte.

Vier Tage und Nächte lang werden sich ab Halloween vom 31. Oktober bis 3. November gespenstische Szenen abspielen an und um den beliebten Ausflugsort, dem Treffpunkt für Geister, Zombies, Vampire, Hexen, Monster und Untote aller Art. Regisseur, Artist und Stuntman Alex Ramien lockte die grusligen Gestalten zu einem ganz neuen Ereignis in die Finsternis des die Thomashütte umgebenden Waldes, bietet mit seinen rund 40 Mitstreitern ein laut eigenem Versprechen „einmaliges Halloween-Spektakel in Schlachthaus, Horrorlabyrinth und Grusel-Palastzelt“.

Zombiewalk in Frankfurt

Die Besucher erwartet auf dem weitläufigen Gelände eine 90minütige Vorstellung mit Rundgang aus der Finsternis des Waldes um die illuminierte Thomashütte herum hinein ins beheizte Zirkuszelt, in dem Geister, Erschrecker, wagemutige Artisten, furchtlose Stuntmen und ein völlig durchgeknallter Komiker für eine Show sorgen, „die es in dieser Art noch nicht zu erleben gab.“

Airbrush-Künstlerin Mareike Biek aus Altheim ist mit ihrem Horror-Make-up eine der Top-Attraktionen beim Halloween-Spektakel auf der Thomashütte.

Motorradstunts von Meister Alex Ramien und Partnern in der großen Stahlkugel lassen die Zeltwände erbeben. Eine rothaarige Furie ohne Nerven hängt oben am Trapez (die Darstellerin lernte im Moskauer Staatszirkus und stand bei Roncalli in der Arena), muskelbepackte Horror-Legenden, fürchterliche Hexen und durstige Vampire feiern mit dem Publikum fröhliche Urständ.

In dieser skurrilen Hardcore-Show werden nicht nur Horrorfans ihre Freude haben. Auch wenn der verrückteste Freak Neonschwerter schluckt oder mit Keulen und (laufenden) Kettensägen jongliert: Es gibt auch Harmloseres, beispielsweise jede Menge typisch britischen Humor, Breakdancer aus Ungarn und den „lustigen“ Zombietanz.

Bilder zum Zombie-Walk durch Frankfurt

Zombie-Walk durch Frankfurt

Auch ans Drumherum wird gedacht: Um zur Show zu gelangen, muss man durchs Schlachthaus, die „Werwolfscheune“ und übers Gräberfeld. Dem Thema entsprechend gibt es passend Speis und Trank in der Thomashütten-Hexenküche. Und nach der Artistik geht die Halloween-Night weiter mit einer pulsierenden Aftershow-Party. Wer sicht traut, kann hier beim Tanz auch seinen Lieblings-Schockern näher kommen und sich gar mit ihnen kostenlos ablichten lassen. Tickets für die Thomashütten-Halloween-Nights gibt es zwischen zehn und 30 Euro (bis 20. Oktober auch Frühbucherrabatte) im Vorverkauf in der Thomashütte.

Quelle: op-online.de

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