Fantastische Ingenieurs-Ideen

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Eine automatische Schere, von Daniel Düsentrieb ersonnen.

Mit dem griffigen Spruch „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ hat die Übersetzerin Erika Fuchs einst das Credo des Erfinders Daniel Düsentrieb genial auf den Punkt gebracht. Von Christian Riethmüller

Wie jeder Walt-Disney-Fan weiß, sind der Fantasie des Entenhausener Ingenieurs Düsentrieb – oder Gyro Gearloose, wie er im amerikanische Original heißt – keine Grenzen gesetzt. Ob Stiefelrad, Brieftaubomat, Besen-Regenschirm oder Fahrrad-Rasenmäher, stets versucht Düsentrieb, wissenschaftliche Grenzen zu überschreiten, mag die Grundidee auch noch so absurd sein.

„Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“, bis 10. Mai im Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53: Dienstag bis Freitag 9 bis 18, Samstag/Sonntag 11 bis 19 Uhr

„Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand“, sagt Düsentrieb selbst. Auf die Gefahr hin, des Wahnsinns fette Beute zu werden, wagte sich ein Team der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen unter Federführung von Josef Spiegel daran, dreidimensionale Nachbauten bisher nicht verwirklichter Erfindungen Daniel Düsentriebs zu schaffen.

In einer Ausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt sind 52 mit viel Liebe zum Detail gestaltete Objekte zu sehen, die diese in den Comics zeichnerisch dargestellten Erfindungen nachbilden. Mögliche Funktionstüchtigkeit spielte dabei keine Rolle. Die ist ja auch bei Düsentrieb selbst nicht immer gewährleistet.

Wichtiger war das Zusammenspiel von Fantasie und Wirklichkeit, von Überlegungen und deren tatsächlicher Umsetzung. Daraus sind auch schon bahnbrechende Erfindungen hervorgegangen.

Quelle: op-online.de

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