Stadt der Blinden

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Film-Cover: Stadt der Blinden

Die Blindheit verbreitet sich wie eine Seuche. Ihre Opfer sehen nur noch gleißendes Weiß. Regisseur Fernando Meirelles setzt in seiner Verfilmung „Stadt der Blinden“  auf überbelichtete Bilder, die den Zuschauer blenden. Von Christian Reinartz

„Stadt der Blinden“(Kanada / Japan 2008): Erst erblindet ein Mann beim Autofahren. Dann werden es immer mehr. Wie eine Seuche verbreitet sich die Blindheit. Ihre Opfer sehen nur noch gleißendes Weiß. Regisseur Fernando Meirelles setzt in seiner Verfilmung „Stadt der Blinden“ des gleichnamigen Buchs von José Saramago auf überbelichtete Bilder, die den Zuschauer irritieren, sogar blenden. So hell die Bilder, so düster die Handlung: Die Kranken werden weggesperrt, aus Angst vor Infektionen. In einer Irrenanstalt müssen sie sich selbst organisieren. Verrohung und Anarchie folgen. Nur eine Frau (Julianne Moore) kann sehen und versucht zu helfen. Bis sie merkt, dass das Chaos auch außerhalb regiert. Verstörende Bilder zeigen den Zerfall menschlicher Werte im Überlebenskampf. Der Zuschauer bleibt mit beklemmendem Gefühl zurück.

Quelle: op-online.de

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