„Die Welle“ läuft aus dem Ruder

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Cover: Die Welle

Jürgen Vogel, in der Rolle von Gymnasiallehrer Rainer Wenger, ruft eine autokratische Bewegung ins Leben, die geprägt ist von Gehorsam, Disziplin, Gemeinschaft und Handeln. Von Jörn Polzin

„Die Welle“ (Deutschland 2008): Der Film von Regisseur Dennis Gansel lockte im vergangenen Jahr 2,6 Millionen Besucher in die Kinos und zählte damit zu den erfolgreichsten Streifen. Geplant als Experiment, um Schülern die noch immer lauernden Gefahren einer Diktatur zu verdeutlichen, läuft „Die Welle“ aus dem Ruder. Jürgen Vogel, in der Rolle von Gymnasiallehrer Rainer Wenger, ruft eine autokratische Bewegung ins Leben, die geprägt ist von Gehorsam, Disziplin, Gemeinschaft und Handeln. „Die Welle“ entwickelt allerdings schnell eine unaufhaltsame Eigendynamik. Die Mitglieder grenzen Andersdenkende aus und greifen dabei zu rabiaten Mitteln. Die Situation eskaliert und endet – anders als bei der ersten Verfilmung – in einem Blutbad. Eine schockierende Inszenierung einer wahren Begebenheit, die ein nachdenkliches Publikum zurücklässt.

Quelle: op-online.de

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