Die Fliegende Volksbühne

Quasts Zwischenlandung

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Michael Quast präsentiert das Programm, das er bis Jahresende mit seiner Volksbühne im Cantatesaal spielen will.

Frankfurt - Michael Quasts Fliegende Volksbühne bespielt für acht Monate den Cantatesaal in Frankfurt. Von Christian Riethmüller

Fliegende Volksbühne hat einen Landeplatz gefunden - zumindest für die nächsten acht Monate. Von 2. Oktober bis Mai 2014 wird das Theaterensemble den Cantatesaal neben dem Goethehaus bespielen, just also jenen Saal, in dem bis Ende Mai dieses Jahres das „Volkstheater Frankfurt - Liesl Christ“ auftrat.

Mundarttheater ist auch Quasts Spezialität, der zudem mit originellen Bearbeitungen von Opern und Operetten zu begeistern weiß. Dieses Talent wird er auch an der neuen Spielstätte unter Beweis stellen. 100 Vorstellungen stehen bis Ende Dezember auf dem Spielplan, den Quast gestern in Frankfurt präsentierte. Bewährte Quast-Preziosen wie „Faust I“„Blaubart“, „Bleiwe losse“, „Don Giovanni à trois“ oder „Stoltze für alle!“ sind darunter, aber auch vier Premieren. Das Programm „Den Stern die Nas’ schneuze“ präsentiert ab 14. Oktober Volks- und Revolutionslieder aus Georg Büchners Zeiten. Quast arbeitet hier mit den Musikern Tine Kindermann und Daniel Kahn zusammen.

Auch an die Kleinen wird gedacht

Den Frankfurter Lokalpoeten Friedrich Stoltze aus weiblicher Sicht zeigt das Programm „Stol(t)ze Frauen“ (ab 20. November). Peter Turrinis weihnachtliche Liebesgeschichte „Josef und Maria“ steht ab 26. November auf dem Programm, bevor dann ab 6. Dezember einmal mehr Molière in hessischer Fassung zu erleben sein wird. „Die Schule der Frauen“ war übrigens Wolfgang Deichsels erste Übertragung des französischen Autors ins Hessische.

Neben den eigenen Produktionen, die die Fliegende Volksbühne im Herbst auch immer wieder zu auswärtigen Gastspielen etwa nach Marburg oder Offenbach führen wird, hat Quast auch einige Gäste eingeladen, die im Cantatesaal ihre Programme präsentieren werden, darunter das Neue Frankfurter Schulorchester, Hans Well von der Biermösl Blosn und der amerikanische Pianist Ted Ganger.

Auch an kleine Theatergänger ist gedacht. Das Theater Grüne Soße zeigt auf einer Studiobühne im unteren Foyer eine Auswahl seines Programms für Kinder.

Finanziert wird die Zwischenlandung der Volksbühne von der Stadt Frankfurt sowie verschiedenen Stiftungen und Unternehmen. Etwa 50 Prozent seines künstlerischen Etats muss Quast über den Eintrittskartenverkauf einspielen.

Quelle: op-online.de

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