Ewige Räume

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Aufstrebend: Der in Karlsruhe lebende Architekt Gerhard Assem zeigt römische Bauten aus der Froschperspektive.

Offenbach - Dass sich ein Architekt für Räume interessiert, ist eine Binse. Im Fall des in Karlsruhe lebenden Österreichers Gerhard Assem aber bedeutsam. Von Carsten Müller

 Seine auf vielen Rom-Reisen fotografierten Räume sind Projektionsflächen für „Nachbilder“, in denen sich Emotionen, Erinnerungen und Wirklichkeit mischen – analog fotografiert und digital gedruckt.

„Gerhard Assem, Fotografie“ bis 19. Februar im BOK-Salon 13, Offenbach, Kaiserstraße 13. Geöffnet: Mittwoch und Samstag von 15 bis 18 Uhr.

Assem arbeitet mit klassischen Mitteln, Fischauge-Objektiv, extremen Weitwinkelbrennweiten oder Doppelbelichtungen, und fängt einmalige Lichtwirkungen, Farbatmosphären und Raumsituationen ein. Aus der Froschperspektive nähert er sich Kirchengewölben, zeigt kontraststark den Himmel über dem Kolosseum, fotografiert Brunnen, Innenhöfe oder das Treppenhaus des Museums MaXXI, durch Mehrfachbelichtung in Facetten zerlegt. Wechselnde Standorte und sich überlagernde Details verändern die Perspektive. Das grobe Korn des hochempfindlichen Kleinbildfilms entfaltet malerische Wirkung. Assems Begeisterung für die Ewige Stadt wird für den Betrachter nachvollziehbar.

Quelle: op-online.de

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