Hubschrauber im Einsatz

10.000 Quadratmeter Wald in Groß-Zimmern brennen

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Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus der Region waren zum Brand an der Ecke Lange Schneise / Viehtrieb alarmiert worden.

Groß-Zimmern - In einer konzertierten Aktion haben rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Region am Donnerstagnachmittag einen Waldbrand auf der Gemarkung Groß-Zimmern bekämpft. Rund ein Hektar Fläche war betroffen. Von Sabine Müller

Über Ursache und Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.  „Wir hatten Glück im Unglück“, sagte Groß-Zimmerns Erster Beigeordneter Friedrich Faust heute im Gespräch mit unserer Zeitung. In Stellvertretung von Bürgermeister Achim Grimm, der derzeit in Urlaub ist, hatte er gemeinsam mit Dieburgs Stadtchef Frank Haus den Einsatz der Rettungskräfte vor Ort verfolgt.

Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus der Region waren zum Brand an der Ecke Lange Schneise / Viehtrieb alarmiert worden.

„Rauchentwicklung im Wald“: Nach Information der Feuerwehr waren die Helfer aus Groß- und Klein-Zimmern am Donnerstag, um 13.10 Uhr, zu einem Waldbrand alarmiert worden. Den Brandort hatte kurz zuvor ein Polizeihubschrauber bei einem Erkundungsflug zufällig entdeckt. Die genaue Einsatzstelle war für die ersten Kräfte zunächst unklar, sie stellten jedoch bei der Anfahrt in das Zielgebiet eine Rauchsäule fest. Rechts und links eines vom Viehtrieb (befestigter Waldweg) abgehenden Rückewegs brannte der Wald auf rund 10 .000 Quadratmeter – „teilweise mit deutlicher Flammenbildung“. Aufgrund dieser Lage erhöhte der stellvertretenden Gemeindebrandinspektor und Einsatzleiter Marcus Paschke die Alarmstufe auf „Waldbrand 2“, wodurch weitere Einsatzkräfte zu Hilfe gerufen wurden. Schließlich bekämpften rund 100 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Groß-Zimmern, Dieburg, Groß-Bieberau, Roßdorf, Groß-Umstadt, der Kreis-Einsatzleitwagen aus Pfungstadt und die Werkfeuerwehr Merck aus Darmstadt das Feuer. Aus der Luft wurden sie von der Polizei mit einem Helikopter der Fliegerstaffel Egelsbach unterstützt.

Die Flammen fraßen sich durch das Unterholz; da keine größeren Windbewegungen vorhanden waren, breitete sich der Brand nur langsam aus. Mehrere Trupps gingen zunächst mit C-, später mit kleineren D-Rohren gegen die Flammen vor. Die beiden Brandherde (links und rechts des Rückeweges wurden zunächst über die Flanken bekämpft, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Nachdem dies gelungen war, arbeiteten die Trupps aufeinander zu, um das Feuer zu löschen. Die Einsatzkräfte bauten einen Pendelverkehr mit Großtanklöschfahrzeugen unter Einsatz des Klein-Zimmerner Faltbehälters auf, um die Verlegung von längeren Schlauchstrecken zu vermeiden. Um 16.10 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden, gegen 20.30 Uhr war der Einsatz beendet. Kreisbrandinspektor Heiko Schecker zeigte sich mit der Arbeit der Einsatzkräfte zufrieden.

Am Abend gegen 22 Uhr kontrollierte die Groß-Zimmerner Wehr die Brandstelle, eine Nachschau heute um 7 Uhr ergab keinen weiteren Handlungsbedarf.

Über die Ursache für den Waldbrand, sowie die Schadenshöhe können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden. „Ob sich das Feuer selbst entzündet hat oder durch zum Beispiel Scherben verursacht wurde, ist unklar“, so Friedrich Faust gegenüber dem LA. „Da die Glutnester im Unterholz lagen, hat es lange gedauert, bis die Wehrleute vorgedrungen waren.“ Dazu kam die große Hitze, welche die anstrengenden Arbeiten im Wald erschwerte: „Da müssen die Helfer in ihrer feuertechnischen Ausrüstung regelmäßig ausgewechselt werden.“ Zimmerns Erster Beigeordneter ist froh, dass dennoch „alles glimpflich abging, das Feuer ist nicht übergesprungen“. Wie groß der Schaden in der Natur ist – an der Brandstelle waren Esskastanien gepflanzt worden – müssten die Forstleute noch ermitteln. Vorsichtshalber, so Faust, habe die Gemeinde jetzt den Spiel- und Grillplatz gegenüber der Waldschule gesperrt.

Quelle: op-online.de

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