141 000 Euro für Zimmerns Soziale Stadt

Groß-Zimmern/Wiesbaden (guf) - Sparen ist überall angesagt. Die Kommunen haben kein Geld und selbst wichtige Projekte müssen zurück gestellt werden. Insbesondere in der Adventszeit kommt da einer kleinen Gemeinde wie Groß-Zimmern die Zusage über 141 000 Euro mehr als recht.

Wirtschaftsminister Dieter Posch hatte am Dienstag aus Wiesbaden mitgeteilt, dass Hessen in diesem Jahr mit dem Bund (je 50 Prozent) 4 152.000 Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ für Orte mit besonderem Entwicklungsbedarf zur Verfügung stellt. Der Zimmerner Manfred Pentz (MdL/CDU) meldete zeitgleich: „Groß-Zimmern wird mit 141.000 Euro gefördert. “ Insgesamt werden in Hessen 24 Standorte unterstützt.

„Heute war der Zuwendungsbescheid von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in der Post“, sagte Bürgermeister Achim Grimm gestern auf Anfrage dem LA hocherfreut darüber, dass es auch schöne Tage im Rathaus gibt. Zwar bedeute dies auch, dass die Gemeinde zur Kasse gebeten wird, aber wenigstens können einige Projekte im Ort weitergehen.

„Für 2011 stehen dann als Gesamtsumme für das Programm Soziale Stadt in Groß-Zimmern insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung, denn zu den 141.000 Euro Fördergeldern des Landes und des Bundes kommt noch der kommunale Anteil von rund 59.000 Euro hinzu“, erklärt Tobias Lauer von der Projektwerkstatt.

Enge Verknüpfung der Handlungsfelder

Im Sinne einer nachhaltigen Erneuerung erfolgt im Rahmen der „Sozialen Stadt“ eine enge Verknüpfung sozialer, kultureller, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder. Deren Stabilisierung soll durch gezielte Förderung von außen sowie durch Kooperation der Gemeinden mit den örtlichen Akteuren erreicht werden.

„Seit dem Programmstart 1999 hat sich gezeigt, dass die hessischen Städte und Gemeinden mit viel Engagement innovative Konzepte und Strategien entwickeln, um die Zukunftsperspektive ihrer Stadtteile zu sichern“, so der Minister. Das Stadterneuerungsprogramm erfülle zudem die Funktion eines städtebaulichen Investitionsprogramms mit erheblicher Anstoßwirkung für andere öffentliche und private Investitionen.

„Nicht alle Projekte sind innerhalb eines Jahres abgeschlossen“

„Beantragt hatten wir für das Jahr 2011 Maßnahmen im Umfang von insgesamt 1.070.000 Euro, um alle eingereichten Projekte durchführen zu können“, berichtet Lauer und erklärt, dass die Aufteilung der Gelder nicht nur auf ein Jahr, sondern im vorliegenden Fall bis 2015 zu rechnen sei, denn „nicht alle Projekte sind innerhalb eines Jahres abgeschlossen.“ In den vergangenen Jahren hatte das Land Hessen die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel nicht in voller Höhe kofinanziert, sodass die Bundesmittel den Programmgebieten ebenfalls nicht zur Verfügung standen. Lauer hofft, dass der Bund 2012 seinen Anteil wieder auf 40 Millionen Euro aufstocken wird.

In Groß-Zimmern will die Projektwerkstatt mit den beteiligten Jugendlichen nun vor allem die Umgestaltung des Festplatzes zum „Jugend-Sportpark“ vorantreiben .

Neben dem dort geplanten Kindergarten-Neubau bleiben noch gut 6 000 Quadratmeter, die für den Jugendplatz genutzt werden sollen.

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