Sozialstiftung des Landkreises feiert Zehnjähriges

Um 375 000 Euro reicher

Ein Geburtstagsständchen für die Sozialstiftung des Landkreises gab es von den drei „Zimmerner Tenören“ Dirk Heimburger, Sascha Löffler und Achim Grimm (von links).

Darmstadt-Dieburg - Großzügig zeigten sich die Sparkasse Dieburg und die Sparkasse Darmstadt. Sie stellten nicht nur das Forum S der Sparkasse Groß-Umstadt für das zehnjährige Jubiläum der Sozialstiftung des Landkreises Darmstadt-Dieburg zur Verfügung, sondern die beiden Vorstandsvorsitzenden Manfred Neßler (Sparkasse Dieburg) und Georg Sellner (Sparkasse Darmstadt) überreichten jeweils auch ein Geburtstagspräsent.

175  000 kamen von der Sparkasse Dieburg, weil die in diesem Jahr ihr 175. Jubiläum feiert. Und weil die Sparkasse Darmstadt im letzten Jahr 200 Jahre alt geworden war, stiftete Sellner 200 000 Euro. Damit liegt das Stiftungskapital mittlerweile bei knapp vier Millionen Euro, begonnen hatte man vor zehn Jahren mit einem Startkapital von drei Millionen. „Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kreiskliniken, des Gesundheitsamtes, die Kinder- und Jugendförderung und die Mittagsverpflegung an Schulen“, führte Landrat Alfred Jakoubek, der auch Vorstandvorsitzender der Sozialstiftung ist, aus.

1,1 Millionen seien in den vergangenen Jahren ausgeschüttet worden, wobei der Löwenanteil an die beiden Kreiskliniken in Groß-Umstadt und Jugenheim ging. Mit 800 000 bezifferte Jakoubek die Fördermittel für die Kliniken, der Chefarzt des Umstädter Klinikums, Hans-Jürgen Hain, war auf eine etwas höhere Summe gekommen. „Dass die neuen Erdenbürger in unserem Krankenhaus das Licht der Welt in einem freundlichen Ambiente erblicken dürfen, verdanken sie der Sozialstiftung“, freute sich Hain. Profitiert hat das Umstädter Krankenhaus aber auch durch die Modernisierung der Stationen 2 und 3, in Jugenheim wurde vor allem die neurologische Rehabilitation eingerichtet.

Auch Karin Voigt von der Tschernobyl-Kinderhilfe aus Seeheim-Jugenheim bedankte sich - auch im Namen ihrer Kollegen vom Otzberg. „Wir hatten einen festen Posten im Haushalt unserer Gemeinde, von dem Ferienaufenthalte für kranke Kinder aus der Umgebung von Tschernobyl bezahlt wurde“, erklärte Voigt. Im Zuge der angespannten Haushaltslage sei dieser gestrichen worden. Nun stelle der Kreis das Jugendheim in Ernsthofen zwei Wochen zur Verfügung, eine Woche verbrächten die Kinder bei Gasteltern. „Wir freuen uns schon wieder auf Sonntag, da kommen wieder 17 Kinder für drei Wochen.“

Werbung für die Sozialstiftung machte Geschäftsführer Christian Markert. Er stellte die Internetpräsenz der Stiftung (http://www.sozialstiftung-ladadi.de) vor und zeigte, wie einfach es ist eine Spende online zu tätigen.

Für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgten die „Zimmerner Tenöre“ Achim Grimm, Dirk Heimburger und Sascha Löffler, die mit ihrer Liedauswahl „Welch ein schöner Tag“ und „Cara mia“ das Motto des Tages und den Geschmack der Zuhörer trafen. Zauberer „Magic Alex“ stieß erst einmal auf verhaltene Reaktionen seines illustren Publikums - viele Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete waren zur Feierstunde gekommen -, vermochte es aber schnell, auch die Skeptischen unter den Zuschauern in seinen Bann zu ziehen.

Für das Catering hatten sich die Gastgeber etwas Besonders einfallen lassen. Schüler der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft der Dieburger Landrat-Gruber-Schule hatten das Büfett aus Erzeugnissen der Region hergestellt.

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