„Absolutes Muss bei ehrgeizigen Reitern“

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Begehrt bei Mensch und Tier: Schattenplätze mit Turnierblick.

Groß-Zimmern (ula) ‐ In der Reitsportszene haben Turnierambitionierte den Standort Groß-Zimmern stets auf der Liste. Auch beim diesjährigen Freilandturnier verzeichnete der Reit- und Fahrverein (RFV) tollen Zuspruch zum dreitägigen Sportereignis.

1 300 Starter gingen zum Wettkampf ins Dressurviereck oder auf den Springplatz. Selbst in den höheren Klassen, etwa der L-Stilprüfung, ritten 90 Teilnehmer um den Sieg. „Das gute Wetter war für uns eine wunderbare Überraschung“, sagte RFV-Vorstandsmitglied Jörg Laux. Um den Reitern gute Bodenverhältnisse zu bieten, waren die Vereinsaktiven bis kurz vorm Startschuss zum ersten Wettkampf am Freitag Nachmittag aktiv, denn der Dauerregen schadete dem Grund der Außenplätze. Bereits am Samstag waren die Wettersorgen jedoch vorbei. Auf gut präpariertem Geläuf wetteiferten die Reiter bis zum schweren M-Springen und mit anmutigen Darbietungen anspruchsvoller M-Dressuren um Schleifchen. Rund 500 Sportler waren diesmal mit insgesamt 740 Pferden dabei.

Carina Lipp auf Renoir in der M-Dressur.

Während das Publikum am Springplatz ambitioniert mitfieberte, herrschte am Dressurviereck konzentrierte Ruhe. Während Ross und Reiter hier diszipliniert ihre Lektionen zeigten, verharrten die Besucher ruhig unter dem schattigen Dach der Bäume.

150 Dienste - bis zu 50 Helfer pro Schicht

Hinter den Kulissen wurde auf Hochtouren gearbeitet, um einen reibungslosen sportlichen Ablauf, aber auch eine gute Gastronomie zu bieten. „Wir haben 150 verschiedene Dienste“, so Laux, „pro Schicht arbeiten etwa 40 bis 50 Helfer.“ Organisatorisch knüpft das Freilandturnier nahtlos an das Hallenturnier des Vereins an, das im März veranstaltet wurde. Auch dieses Ereignis gilt als „Muss“ unter ehrgeizigen der Reitern. Nachwuchsspringreiter zeigen hier ebenso ihr Können wie überregionale Profis, die im schweren Zwei-Sterne S-Springen um den Sieg reiten.

Ist die Austragung dieses Frühjahrsturniers über die Bühne gegangen, wappnet sich die Vereinsvorsitzende Petra Krauß mit dem engagierten Vorstand für das nächste Großereignis. Immerhin 150 Reitsportfreunde des rund 350 Mitglieder starken Vereins sind aktiv – wenn auch überwiegend als Freizeitreiter.

Angepackt wird tüchtig, bereits in der jungen Generation. Laura, elf Jahre jung, fieberte ihrem Start mit dem neuen Pferd Kosmos beim Springreiterwettbewerb entgegen, schlenderte mit ihren Freundinnen Svenja und Annika jedoch zunächst zum „Tafeldienst“. „Wir haben Glück, dass wir viele engagierte Mitarbeiter haben, die ihren Beitrag leisten“, meint Laux, der selber nach seinem Thekendienst aufs Pferd stieg und mit seinem Wallach Carlo zwei starke zweite Plätze in den höchsten Springwettbewerben der Kategorie M erzielte.

Professionelle Ausrichtung und gepflegte Anlage kommen gut an

Diese Amazonen des RFV (von links) Svenja, Laura und Annika, packten als Helferinnen mit an, ritten aber auch zum Wettstreit in den Parcours.

Auch die neue Partnerschaft mit dem Club Italia, der regelmäßig an Wochenenden das Vereinsheim bewirtet, trug Früchte. Die Italiener bereicherten die Veranstaltung mit landestypischen Gerichten. Die Popularität der Zimmerner Reitturniere, die bereits seit Jahrzehnten ausgetragen werden, führt Laux auf zwei Gründe zurück. Die professionelle Ausrichtung auf der großzügigen, sehr gepflegten Anlage sei entscheidend. Mit der Sanierung des Springplatzes und einem neuen kälteresistenten Boden will der Verein hier im Winter noch ein weiteres Qualitätsmerkmal setzen. Laux abschließend: „Außerdem haben wir gute Reiter, die unseren Verein bei auswärtigen Veranstaltungen präsentieren.“

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