Adieu, Grün-weiß

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Die Spitze des Kerbbaums durfte Kerbmädchen Eileen Mößinger mit Lukas Hotz absägen. Mundschenk Dejan Schwinn (oben rechts) hält seine Baumscheibe bereits glücklich im Arm.

Groß-Zimmern - Mit viel Ruhe gingen die Grün-Weißen und ihr Mädchen die letzte Amtshandlung ihres aktuellen Kerbborschtedaseins an. Sie stärkten sich erst einmal bei „Nico“ vor der großen Tat, dem Umlegen des Kerbbaums, und hörten nicht das ungeduldige Stöhnen der Wartenden: Von Ulrike Bernauer

„Jetzt macht euch endlich bei!“ Auch als sie schließlich am Baum auftauchten, war von Hektik keine Spur. „Das ist der Eine-halbe-Stunde-zu-spät Jahrgang“, raunte einer der Umstehenden. Nachdem dann auch noch Säge und Bock organisiert waren, ging es endlich los. Das eigentliche Umlegen erledigte der Jahrgang 1990/91 recht professionell.

Ohne Probleme ließ die Seilmannschaft den Baum langsam herabsinken, bis ihre Kollegen auf der anderen Seite den hölzernen Spargel in Empfang nehmen konnten. Das Schild musste gelöst werden und Kerbmädchen Eileen Mößinger bedauerte den jämmerlichen Zustand des Kranzes: „Du warst mal so schön!“

Die einzige Frau unter den jungen Männern durfte als erste zur Säge greifen, nicht mit Kerbvadder Alexander Rühl, sondern mit Lukas Hotz wollte sie das erste Stück absägen. Ganz offensichtlich hatte das Kerbmädchen keine Erfahrung im Umgang mit der Säge, so dass Hotz seine Partnerin mit dem Satz: „Das üben wir später noch mal“, entließ. Das Angebot seiner Mutter: „Ich hol` dir die Motorsäge“, nahm er trotzdem nicht an.

Während an der Spitze des Baumes die ersten Stücke fielen, wurden hinten von anderen Grün-weißen Stücke markiert. Ein Maßband, um die Scheiben abzumessen und gleichmäßig groß werden zu lassen, nahmen die Kerbborschte nicht zur Hand. „Die werden eben zwischen 20 und 160 Zentimeter lang“, erklärte Mundschenk Dejan Schwinn, der sich sein grünweißes Baumteil schon markiert hatte. Manuel Schober war zufrieden. Sein eher kurzes Stück hatte er schnell abgesägt und hielt es zärtlich im Arm.

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