Afrika mit allen Sinnen erlebt

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Malatelier wie in Afrika: Bunte Farben und Muster bannten die Kinder der Projektwoche an der Friedensschule auf große Leinwände.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Um Afrika kennen zu lernen, muss man kein teures Reiseticket lösen. Während der Projektwoche der Friedensschule erlebten 342 Kinder den „schwarzen“ Kontinent mit allen Sinnen.

Malerei und Tanz, Wüstentiere und Elefanten, Trommeln und Schmuck herstellen stand auf den Themenlisten der über 20 verschiedenen Projektgruppen. Für die 17 Lehrer und rund 20 beteiligten Eltern war das Unternehmen „Projektwoche“ ein gelungener Kraftakt. In kleinen Gruppen konnte themenspezifisch über mehrere Tage gearbeitet werden.

Kinder unterschiedlicher Klassen und Altersstufen erfuhren in dieser sehr praxisorientierten Lernform ganz neue Impulse. Klar, dass die Euphorie und Lernbegeisterung groß war – zumal Projektwochen nur alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Schulfest angeboten werden.

Inspiriert von einer fremden Kultur

Ausgelöst wurde das Thema der diesjährigen Projektwoche vom Afrikafieber der Fußballnation Deutschland. Wegen der anstehenden Weltmeisterschaft in Südafrika ließ sich auch die Friedensschule von der fremden Kultur inspirieren.

Die Fußballworkshops waren auch heiß begehrt, in der kreativen Gipsmaskengruppe stellen Kids Fanmasken her. Giovanni verewigte die Farben seiner Heimatnation Italien auf seiner Maske. Auch Nigel wählte Italien, allerdings aus zweckmäßigen Gründen: „Schwarz-rot-gold gab es nicht mehr.“

Das starke Engagement beteiligter Eltern ermöglichte sogar authentische Begegnungen. Gebannt hingen die Kinder an den Lippen einer älteren Dame, deren Liebe zu Afrika sie in ein unfreiwilliges Abenteuer stürzte: Sie wurde entführt.

„Polyrhythmie“ auf den Ziegenfell

Die Kids der Bauchtanzgruppe hatten solche Freude, dass sie ihre neu erworbenen Künste beim Kürbismarkt der Gemeinde öffentlich präsentieren wollen.

Im Bann der afrikanischen Djembé, Sangbang und Doundounba waren die Kinder des Trommelworkshops gar nicht mehr zu bremsen. Projektleiter Carsten Schubert inspirierte seine Schüler zu komplexer „Polyrhythmie“ auf den Ziegenfell bespannten Trommeln. Meist fanden sich Takte und Rhythmen aber ganz von allein. Ganz wie in Afrika entwickelte sich aus leidenschaftlichem Trommeln ein pulsierendes Klangmuster, dass vom Dachgeschoss der Schule nach unten getragen wurde.

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