Betreuungssituation in Zimmern noch immer angespannt

Aktuell fehlen 284 Kita-Plätze

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Derzeit fehlen in den Kitas viele Plätze. Um dem entgegenzuwirken, werden weitere Gruppen eröffnen.

Groß-Zimmern - Die aktuelle Platzsituation in den sieben Betreuungseinrichtungen der Gemeinde Groß-Zimmern ist nach wie vor angespannt. Von Sabine Müller 

Wie Bürgermeister Achim Grimm (CDU) jetzt vor den Mitgliedern des Sozialausschusses berichtet hat, warten derzeit 284 Kinder auf einen Betreuungsplatz. In Groß- und Klein-Zimmern gibt es vier kommunale Kindertagesstätten mit insgesamt 360 Plätzen, je eine in katholischer und evangelischer Trägerschaft sowie eine weitere, die von der AWO betrieben wird: macht weitere 70 Plätze. Ihre Vergabe ist zentral bei der Verwaltung angesiedelt. Nach Auskunft von Jessica Reinbold, die sich seit November 2017 gemeinsam mit Tamara Haas um die Organisation kümmert, fehlten zum Stichtag 15. März 284 Plätze; durch die Schulabgänger werden im August 116 frei. Um der Nachfrage an Kita-Plätzen gerecht zu werden, soll zum 1. Juni in der Betreuungseinrichtung im Nordring eine vierte Gruppe mit 20 Plätzen eröffnet werden, informierte Grimm die Ausschussmitglieder. 50 weitere Plätze sind ab 1. November in der Kita Wichernweg vorgesehen, indem auf deren Gelände zwei Container aufgestellt werden. Derzeit werde geprüft, ob in der AWO-Kita in der Angelgartenstraße eine weitere U-3-Gruppe eingerichtet werden kann. Im kommenden Jahr, spekuliert der Verwaltungschef, könnte sich die Lage eventuell etwas entspannen, da dann etwa 140 Kinder eingeschult werden.

Die Kindergartensatzung hatte bisher keine genauen Vergaberichtlinien beinhaltet, diese hat der Gemeindevorstand am 5. März ergänzt. Um besser planen zu können, wurde darüber hinaus vorgeschlagen, künftig nicht nur die vorliegenden Anmeldungen, sondern auch die tatsächliche Zahl an Neugeborenen und potenzielle Kindergartenkinder, die noch nicht angemeldet sind, zu ermitteln.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Durch die Erweiterung des Tagesstätten-Angebots, also längere Betreuungszeiten bis 14 beziehungsweise 16 Uhr, werden in den kommunalen Häusern im Nordring und im Hörnertweg mehr Fachkraftstunden erforderlich. Weitere, um die Qualität in den Gemeinde-Kitas zu erhöhen: Wie berichtet, war in den Haushaltsberatungen der Mehrheitsbeschluss gefallen, 250.000 Euro zur Finanzierung von weiteren 4,75 Stellen bereitzustellen.

Zum Kita-Neubau in Klein-Zimmern, der die zu klein gewordene Kita Blumenstraße ersetzen wird, informierte Bürgermeister Grimm das Parlament, dass derzeit die Vorarbeiten für die Vergabe der Planungsleistungen gemacht werden: „Es ist derselbe organisatorische und sehr zeitaufwändige Prozess wie bei der Rathaussanierung.“ Auch für einen Krippenneubau in Groß-Zimmern gibt es Pläne. Die FDP-Fraktion hatte das Thema „Qualitätssicherung“ angefragt.

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