Albert-Schweitzer-Schüler testen Fähigkeiten

Berufsparcours: Zöpfe flechten an Coiffeur-Station

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Traumberuf Friseurin? An der Coiffeur-Station des Berufsparcours in der Schweitzer-Schule konnten Schüler Anforderungen des Handwerksberufs testen.

Groß-Zimmern - Schauplatz Arbeitswelt: Zwei Damenköpfe wurden mit filigranen Zöpfen eingeflochten, Druckverbände an imaginären Wunden akribisch angelegt. Tolle Stimmung herrschte an der Wickelstation, wo sich eine Grüppchen Jungen mit dem Windeln zweier Babys abmühte. Von Ursula Friedrich

Auf dem Berufsorientierungsparcours in der Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule konnten Jugendliche erste Kontakte zur Berufswelt knüpfen. Auf dem Berufsparcours, den der Landkreis Darmstadt-Dieburg zur Verfügung stellt, wurden an zwölf Stationen überwiegend Ausbildungsberufe vorgestellt. Was tut ein Restaurantfachmann? Wie disponiert man? Habe ich Talent zum Schreiner oder Zimmermann? Fragen, die sich ganz pragmatisch beantworten ließen.

Die Jungenclique wolle zwar keinen Pflegeberuf ergreifen, versicherten die munteren Jungs, während sie ihre Babypuppen mit Fläschchen versorgten – doch als künftige Väter könnten sie in Sachen Kinderversorgung punkten. „Der Berufsorientierungsparcours ist ein niedrigschwelliges Angebot, erstmals eigene Fähigkeiten zu entdecken und persönliche Fertigkeiten zu testen“, sagte der verantwortliche Pädagoge Alexander Jakusch. „Hier geht es darum, Ausbildungs- und Arbeitsfelder kennen- zulernen.“

Das Angebot, das vom Landkreis Darmstadt-Dieburg finanziert und von freiberuflichen Pädagogen betreut wird, richte sich nicht nur an Haupt- und Realschüler – auch Gymnasiasten könnten profitieren. Diese Herangehensweise ans Berufsleben entstamme der Erlebnispädagogik, so Jakusch, was bedeutet: der Spaßfaktor für die Teilnehmer ist groß.

Das Gros der Schüler aus siebten bis neunten Klassen der Schweitzer-Schule war enthusiastisch bei der Sache. Der Berufsorientierungsparcours wurde bereits zum vierten Mal in Groß-Zimmern aufgebaut. Mit im Boot war das Personal der hiesigen Kinder- und Jugendförderung, die jungen Leuten bei der Entdeckungsreise durchs spätere Berufsleben zur Seite stand.

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