Geißbergschüler engagiert für die Gesundheit

Alle gut am Ball

Klein-Zimmern ‐ „Das war echt großartig“, schwärmt Angelika Klindt, Leiterin der Geißbergschule. „Es gab Kinder, die hatten große Angst vor dem Pferd. Dann haben sie sich ganz langsam angenähert und jetzt sind es genau die, die wieder zu den Vierbeinern wollen.“ Von Michael Just

Der richtige Umgang mit dem Pferd war nur ein Teil der Projektwoche an der Klein-Zimmerner Grundschule, die letzten Freitag zu Ende ging. Insgesamt waren sechs Projekte im Angebot, die sich um das Thema „Schule macht fit“ drehten.

Laut Klindt liege man damit voll im Trend, da derzeit alle Schulen auf dem Weg zu „gesunden Bildungseinrichtungen“ sind und jene Zertifikate ergattern wollen, die in diesem Zusammenhang vergeben werden.

„Auch wenn wir nur eine kleine Schule sind, können und wollen wir uns dem Thema Gesundheit und Fitness nicht entziehen“, so die Schulleiterin.

Mit der Projektwoche standen diese Themen eine ganze Woche lang auf dem Stundenplan. Beim TC Groß-Zimmern wurde das Tennisspielen ausprobiert, die Schüler nahmen an einem vom Landkreis organisierten Leichtathletikwettkampf in Münster teil, widmeten sich als „Lebensmitteldetektive“ verschiedenen Nahrungsmitteln oder arbeiteten in der Rückenschule präventiv für ein gesundes Kreuz.

Da auch die Seele zum Wohlbefinden beiträgt, beschäftigte sich ein Kurs mit Entspannung und Gefühlen, die dem Menschen gut tun.

Zu guter Letzt gehörte noch ein Erste-Hilfe-Angebot dazu, wie sich ein Retter im Notfall verhält. Die Kinder waren in festen Gruppen eingeteilt und durchliefen jeden Tag ein anderes Projekt. Beim Reiten fand eine Kooperation mit Isabell Löbig aus Semd statt, die sich in Sachen „Therapeutisches Reiten“ einen Namen gemacht hat. Von Klein-Zimmern wanderten die Kinder zu Fuß nach Semd und erfüllten damit schon den ersten Aspekt für eine körperliche Fitness.

Laut Klindt betrete man bei den meisten Schülern was das Wissen über Gesundheit und Sport angeht kein komplettes Neuland. „Es hapert vor allem bei der Umsetzung. Süßigkeiten stehen in vielen Fällen an erster Stelle“, berichtet die Pädagogin.

Beim Projekt „Iss dich gesund, brachte sie sich selbst mit ein und griff auch Themen auf, wie man attraktiv einen Tisch deckt oder was die richtigen Essmanieren sind. Einige Projekte, wie die Erste Hilfe oder die Rückenschule, wurden von Eltern geleitet. „Ohne die Unterstützung der Eltern wäre die Geißbergschule nicht das was sie ist“, lobte die Schulleiterin das verlässliche Engagement.

Finanzielle Hilfe für einzelne Projekte gab es zudem von der Volksbank Odenwald.

Am letzten Tag der Projektwoche fand wie gewohnt eine große Abschlusspräsentation mit den Eltern statt. Die startete zuerst in der Turnhalle, wo es Vorführung zur „Heidelberger Ballschule“ gab. Da der Sportunterricht nach diesen Grundsätzen abläuft, die Eltern von diesem Konzept aber nur selten etwas mitbekommen, stellte man dessen Inhalte und Ziele dem Abschlussfest an der Schule voraus.

„Die Kinder haben nicht nur hier das Bedürfnis zu zeigen, was sie da so machen“, führt Lehrerin Anja Langlois an. Angesichts der Ergebnisse der Projektwoche zog Klindt dann ein klares Resümee: „Die Kinder unserer Schule sind fit“, lautet ihre Bilanz. Bleibt nur die Frage, ob es die Eltern auch sind: Dafür hatten Schüler und Lehrer im Garten der Geißbergschule einen „Fitness-Check“ organisiert. An mehreren Mini-Stationen konnten die Eltern - unter anderem mit Liegestützen - zeigen, ob sie ihrem Nachwuchs ein gutes Vorbild sind.

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