Ortskernsanierung nach 35 Jahren fertig

„Alle Neune“ sind für das Ende

Groß-Zimmern (guf) ‐ Im Juni 1974 wurde mit der Ortskernsanierung in Groß-Zimmern begonnen. Nach nunmehr 35 Jahren stehen nun die „Aufhebung der Sanierungs- sowie der Erweiterungssatzung“ auf der Tagesordnung der Ausschüsse und der Gemeindevertretung.

Im Planungsausschuss am Montag beschrieben der Sanierungsbeauftragte der Gemeinde Manfred Engelhardt, der längst im Ruhestand ist, und Bauingenieur Gregor Voss von der Nassauischen Heimstätte den Fortlauf des Projekts und dessen anstehende abschließende Abwicklung. Danach sind Ausgleichsbeträge von betroffenen Eigentümern zu erheben, sofern diese nicht bereits durch einen Ablösevertrag bezahlt wurden. „Etwa 79 Prozent der Kosten wurden so bereits ausgelöst“, beantwortet Voss eine Nachfrage. Rund 14 Millionen Euro wurden verbraucht. Allerdings wurden - was durchaus üblich sei - mehr Mittel beim Land abgerufen als tatsächlich ausgegeben. Etwa 2,4 Millionen seien noch nicht verausgabt, von denen 70 Prozent auf das Land Hessen und 30 Prozent auf die Gemeinde entfallen. Die müsse folglich 700 000 Euro erstatten.

Als letzter Punkt steht noch der geplante Bau des Parkplatzes auf dem Grundstück des „Hauses Hirschkopf“ in der Wilhelm-Leuschner-Straße an. Die Gemeinde hat das Gebäude angekauft, um hier zum Ausgleich für Arbeiten im Ortskern Parkraum zu schaffen. Später erst wurde es unter Denkmalschutz gestellt, was nun den Abriss verhindert. Die Gemeinde wehrt sich gegen diesen Eingriff. „Das schwebende Verfahren sollte den Abschluss der Ortskernsanierung jedoch nicht hindern“, meint Bürgermeister Achim Grimm. Im Ausschuss stimmten dem jedenfalls „allen Neune“ zu.

Heute um 19.30 tagt der Finanzausschuss im Rathaus.

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