Schulfest erinnert an vergangene Zeiten

Alte Spiele neu entdeckt

Schulleiter Axel Pucknat und seine Stellvertreterin Elisabeth Beskrowny hatten sich in Schale geworfen.   J Fotos: Bernauer

Groß-Zimmern - Seit 25 Jahren gibt es das Schulfest an der Friedensschule. Anlass für das Kollegium der größten Zimmerner Grundschule, noch weiter in die Geschichte zurück zu gehen. Unter dem Motto „Spielen wie zu Uromas Zeiten“ wurde am Samstag gefeiert. Von Ulrike Bernauer

Passend erschien Schulleiter Axel Pucknat im Gehrockdes Uropas, das Haupt gekrönt mit einem Zylinder. Seine Stellvertreterin Elisabeth Beskrowny hatte sich ebenfalls in Schale geworfen. Sie trug, allerdings nur zu Beginn, eine graue Perücke, unter der es ihr bald zu warm wurde. Feierlich wurde das Schulfest begonnen. Der Geschäftsstellenleiter der Groß-Zimmerner Sparkasse Jens Hermann überreichte einen Scheck über 2 000 Euro für den Balanciergarten, der an diesem Tag auch gleich eingeweiht wurde. Die Sparkasse übernahm mit ihrem Beitrag das erste Spielgerät, Gelder sind allerdings schon mehr geflossen.

6 800 Euro hatte der Schulförderverein beigesteuert, 4 100 Euro das Lehrertheater, das mit seinen erfolgreichen Aufführungen von „Urmel aus dem Eis“ und dem „Dschungelbuch“ das Geld erspielt hatte. „Man sieht eigentlich nicht viel“, sagte Punknat, „aber das meiste Geld hat das Auskoffern und das Herstellen eines falltauglichen Untergrundes verschlungen.“

Nach und nach sollen im Balanciergarten noch weitere Geräte folgen. Bei den Spendern bedankten sich die Kinder mit einem eigens dafür komponierten Lied.

Der Balanciergarten stammt nicht aus Uromas Zeiten. Damals nutzten die Kinder andere Gelegenheiten zum Klettern und Balancieren. Aber alle anderen Spiele, die angeboten wurden, hätten auch die Ureltern spielen können. Gummitwist, Sackhüpfen, Dosenwerfen, Tauziehen oder Seilspringen, das waren alles Spiele, die die Kinder Anno Dazumal auch schon gespielt haben. Mit Völkerball war auch ein Mannschaftsspiel dabei.

Letzteres musste allerdings einmal kurz unterbrochen werden, als in der benachbarten Turnhalle die Streicherklasse vorführte, was sie alles gelernt hat. Viel Applaus bekamen die zahlreichen Mädchen und ein Junge für ihr Afrikalied, bei dem sie ihre Instrumente nicht nur zupften und strichen, sondern sie auch als Trommeln nutzten.

Ein Stück von Camille Saint-Saens, der „Karneval der Tiere“, stand auf dem Programm, aber auch die deutsche Nationalhymne.

Ansonsten war für die Kinder viel Bewegung bei den zahlreichen Spielen angesagt. Die Erwachsenen konnten sich unter den Bäumen entspannen, die die Feuerwehr am Tag zuvor noch von sturmgeknickten Ästen befreit hatte, bei Kaffee und Kuchen oder Würstchen und kühlen Getränken.

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