Astrid Geiß auch an der Geißbergschule

Altes wird zu Neuem

Umweltpädagogik zum Anfassen: Die Klasse 2c hatte ihre helle Freude beim Open-Air-Unterricht mit der Koordinatorin von Zimmern glänzt, Astrid Geiß. Foto: Fiedrich

Klein-Zimmern - Die Kinder der Klasse 2 c der Geißbergschule machen große Augen. Beim Umweltunterricht mit der Koordinatorin von „Zimmern glänzt“, Astrid Geiß, gibt es erstaunliche Informationen. Von Ursula Friedrich

„Eure Schulhefte waren vorher schon einmal anderes Papier“, prägnant und anschaulich bringt Astrid Geiß die Karriere eines Schreibheftes aus Recycling-Papier auf den Punkt. Dass jeder Mensch 250 Kilogramm Papier jährlich verbraucht, zum Beispiel. Dass Bäume den Rohstoff für Papier liefern, wissen die meisten der Klasse, die an diesem Morgen auf dem Schulhof unterrichtet wird. Denn damit nicht noch mehr Bäume abgeholzt werden müssen, wird Papier selbst hergestellt. „Ohne Bäume können wir schließlich gar nicht leben, weil die auch unsere Luft sauber machen müssen“, weiß die kleine Elisa Wulf. Dem Theorieteil der Umweltpädagogin folgt ein Praxispart, an dem alle ihre helle Freude haben. Papier und Karton zerbröseln, in Wasser einweichen und herrlich mit den Händen zermatschen, pürrieren und abschöpfen, bei diesem Prozess entsteht neues Papier.

Ganz pragmatisch stößt Geiß auch als Beitrag der deutschlandweiten Aktion „Ich schenke dir Zeit zum Forschen“ Denkprozesse an darüber, was Ökologie, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit bedeuten.

Um den Keim für umweltbewusstes Handeln zu säen, bereist die Mitarbeiterin der Projektwerkstatt „Soziale Stadt“ Schulen und Kindergärten. „Du bist hier, damit wir lernen, wie man aus alten Sachen etwas Neues machen kann“, hat Jan Tafreschi schnell begriffen.

Umwelterziehung gehört an der Geißbergschule aber durchaus in den Schulalltag. Im Klassenzimmer wird ordentlich Abfall getrennt. „Wir haben vier Abfalleimer“, schmunzelt Klassenlehrerin Agnes Wichmann.

Die Kinder bringen sich auch mit eigenen Ideen ein, um mit Ressourcen sparsamer zu haushalten. Das geht so weit, dass ein einzelner Schüler sogar die Kreuzworträtselblätter der Oma aufbraucht. Denn die Rückseite von Großmutters Zahlenrätseln seien noch leer.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare