Andacht in der Schule am Montag

Groß-Zimmern - (guf) Die Fahnen wehen auf Halbmast. Der Amoklauf in Winnenden hat Trittbrettfahrer zu Amok- und Bombendrohungen animiert. In den Bildungseinrichtungen wird intensiv über das Drama diskutiert und natürlich über Präventionsmaßnahmen nachgedacht.

An der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ist für Montag eine Andacht in der Pausenhalle geplant. Auf einem Tisch sollen Kerzen an die 16 Verstorbenen erinnern.

„Wir wollten nicht schnell und unvorbereitet handeln“, erklärt Schulleiter Helmut Buch auf Nachfrage des LA. Im Kollegium wurde viel diskutiert, auch darüber, wie man am besten mit jüngeren Schülern über das Thema spricht. „Vor zwei Jahren wurde vom Kultusministerium angeregt, ein Krisenteam zu gründen“, so Buch. An der ASS habe man in diesem Zusammenhang beispielsweise entschieden, im Notfall keine Codewörter wie „Tante Koma“ zu benutzen, sondern mit klaren Anweisungen zum „Sichern“ oder „Räumen“ der Klassenzimmer aufzufordern.

„Kürzlich wurde hier einem Schüler vorgeworfen, er hätte eine Todesliste erstellt“, berichtet Buch. In Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin und dem Ortspolizist Walter Thomas sei dann heraus gekommen, dass die Beschuldigungen falsch waren und ein Fall von Mobbing vorlag. „Wir versuchen möglichst präventiv zu arbeiten und haben einige Mediationslehrer an der Schule“, erklärt Buch. Allerdings gebe es zu wenig Schulungen für Lehrer.

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