Anerkennung fürs Ehrenamt

Albert Henrich mit Alfred-Dregger-Medaille in Silber ausgezeichnet

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Albert Henrich (links) wurde am Donnerstag von Gottfried Milde mit der Alfred-Dregger-Medaille ausgezeichnet.

Groß-Zimmern - Auf den schönen Schein legt Albert Henrich keinen Wert. „Mein Motto war und ist schon immer „mehr sein als scheinen“, sagte Henrich am Donnerstag während der Mitgliederversammlung der Kreis-Senioren-Union.

Der Zimmerner wurde mit der Alfred-Dregger-Medaille ausgezeichnet. Die Sitzung war auch der Rahmen für eine Ehrung des alten und neuen Vorsitzenden des Gremiums. Der Kreisvorsitzende der CDU Darmstadt-Dieburg, Gottfried Milde, verlieh dem Groß-Zimmerner die Alfred-Dregger- Medaille in Silber. „Geschaffen wurde die Auszeichnung, um Mitglieder der CDU zu ehren, die sich in vielfältiger Hinsicht durch ehrenamtliche Arbeit hervorgetan haben. Das trifft mit Sicherheit auf Albert Henrich zu, der sich in vielen Bereichen engagierte. Da ist zum einen die Kommunalpolitik, der Henrich zeitweise auch seinen Stempel aufdrückte. Seit 45 Jahren ist er Mitglied der CDU, ab 1972 betätigte er sich im Gemeindeparlament. Zweimal war er Vorsitzender der CDU Groß-Zimmern. Zu seinen Ämtern gehörte auch das des Gemeindevertreters, es saß aber auch im Gemeindevorstand. Damit nicht genug, Henrich betätigte sich rund 30 Jahre im Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg und war dort unter anderem auch sozialpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion.

Er habe allerdings nie eine hauptamtliche politische Karriere angestrebt, bekannte Henrich am Donnerstag in seiner Dankesrede. „Ich war auch beruflich erfolgreich“, so seine Begründung. Henrich arbeitete als Versicherungsfachmann und leitete die letzten 17 Jahre seines Berufslebens als Direktor die Vereinte Versicherung in Wiesbaden, die heute in dieser Form nicht mehr besteht. Mit 60 Jahren ging er dann in den Ruhestand.

Henrich engagierte sich nicht nur parteipolitisch. Er ist Patientenfürsprecher am Kreisklinikum Groß-Umstadt, er war Schöffe am Amtsgericht und ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht sowie ehrenamtlicher Prüfer der Industrie- und Handelskammer Rhein-Main. Einen zurzeit schweren ehrenamtlichen Job übt er auch noch aus, er sitzt bereits seit 13 Jahren im Vorstand des Senio-Verbandes. Seit den Turbulenzen, in die der Verband nach den Vorfällen rund um das Neubauprojekt in Groß-Bieberau geraten ist, stöhnt Henrich zusammen mit Bürgermeister Achim Grimm – ebenfalls Vorstandmitglied – über viel Arbeit und lange Sitzungen von bis zu vier Stunden. Seit 2003 ist Albert Henrich Kreisvorsitzender der Senioren-Union, die er zusammen mit Horst Übel damals gegründet hat. Am Donnerstag wurde er für zwei Jahre in diesem Amt bestätigt. Allerdings merkte Henrich an, dass sich die Senioren-Union schon mal Gedanken über einen Nachfolger machen soll, er wird im Dezember dieses Jahres 80 Jahre alt.

Aber auch viele Groß-Zimmerner Vereine profitierten von ihm, zeitweise war er Mitglied in zwölf Vereinen. Heute ist er noch im Skiclub, im Tennisclub, den weißen Sport betrieb er viele Jahre, er schoss im Schützenverein Olympia und ist Mitglied bei der Feuerwehr, dem Kerbverein und im Kirchenchor. Sportlich betätigt er sich auch heute noch, mittwochs und freitags spielt er zwar nicht mehr Tennis, er schlägt nun den kleineren Ball beim Tischtennis.

Henrich ist verheiratet mit Gattin Annegret, die ihm bei seinen vielfältigen Aktivitäten immer den Rücken frei hielt, wofür sich Henrich am Donnerstag bedankte. Das Ehepaar hat zwei Kinder, die in Groß-Zimmern und Reinheim leben und freut sich über sieben Enkelkinder. Auf die Urenkelkinder warten sie noch sehnsüchtig. Die Enkel waren oft bei Oma und Opa, als sie noch klein waren, heute sind sie eher aushäusig unterwegs. Albert Henrich freute sich über die Ehrung, aber auch über die vielen Glückwünsche, zuvorderst von Milde. Zu den Gratulanten gehörte auch die gerade in ihrem Amt bestätigte Bundestagsabgeordnete Patricia Lips, aber auch Bürgermeister Achim Grimm. (zba)

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