Bushaltestellen in Groß-Zimmern

Angenehmeres Warten auf den Bus

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Haltestellen im Landkreis Darmstadt-Dieburg komfortabler. Dadina baut mit elf Kommunen. In die Maßnahmen der Dadina fiel auch die Haltestelle in der Waldstraße.

Groß-Zimmern - Bushaltestellen bieten oft keinen erbaulichen Anblick. Schmuddelig, vergammelt, unpraktisch verleiden sie den Pendlern oder Schülern die Wartezeit. In Groß-Zimmern sollen sie jetzt erneuert werden.

Gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Landkreiskommunen, der Planungsbüros, der Ausführungsfirmen sowie von Hessen Mobil präsentierte Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann den Ausbau von Haltestellen und Fahrgastunterständen.

Das Gesamtprojekt umfasst ohne die Planungskosten ein Volumen von fast einer Million Euro. Das Land Hessen übernimmt rund 600 000 Euro, die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (Dadina) knapp 100 000 Euro und die restliche Summe tragen die elf Kommunen. Für diesen Betrag wurden 31 Wartehallen erneuert oder neu gebaut sowie zehn Haltestellen barrierefrei um- oder ausgebaut, fasst Fleischmann, die Baumaßnahmen zusammen.

Gemeinsam entschieden sich bereits 2007 die Landkreiskommunen Groß-Zimmern, Babenhausen, Eppertshausen, Fischbachtal, Groß-Bieberau, Münster, Pfungstadt, Roßdorf, Schaafheim, Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt unter Federführung der Dadina einen gemeinsamen Förderantrag für den Ausbau von niederflurgerechten Haltestellen und Wartehallen beim Land Hessen zu stellen.

„Da sich die Bewilligung der Gesamtmaßnahme mit Beteiligung von elf Kommunen anhand der zeitlichen Umsetzung als nicht praktikabel erwies, wurde auf Vorschlag von Hessen Mobil die Durchführung in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Aufgrund von Vorbescheiden konnte bereits ab dem Haushaltsjahr 2008 mit einzelnen Maßnahmen des ersten Bauabschnitts begonnen werden. 2012 erhielten dann beide Anträge einen endgültigen Förderbescheid und der Bau der Gesamtmaßnahmen konnte beginnen“, erläuterte Holger Witt von Hessen Mobil die Ausgangssituation.

„Die Gemeinden übernahmen zudem aus Kostengründen die notwendigen Tiefbauarbeiten teilweise in eigener Regie. Nun sind alle Projekte abgeschlossen“, so Kreisbeigeordneter Fleischmann.

In Groß-Zimmern bieten jetzt zwei Buswartehallen in der Waldstraße Schutz, eine an der Frankfurter und eine an der Memelstraße. In Klein-Zimmern kam für die Buslinien 672 und 682 eine Wartehalle in der Markstraße hinzu. Die Baukosten waren bis zu 85 Prozent zuwendungsfähig. In einer öffentliche-rechtlichen Vereinbarung wurden die Bedingungen festgelegt. Aus Finanzierungsgründen verzögerte sich jedoch die Ausführung.

Schließlich konnten die Wartehallen nach längeren Preisverhandlungen mit der ausführenden Firma und dem Land Hessen in diesem Jahr errichtet werden. Nachdem die Gemeinde die Fundamentarbeiten an ein regionales Bauunternehmen vergeben hatte, konnte der Gesamtpreis weiter gesenkt werden. Die förderfähigen Gesamtkosten betrugen 17 550 Euro (ohne Fundamente), davon musste die Gemeinde 2 088 Euro übernehmen. Der Rest wird über das Land Hessen und die Dadina finanziert.

Zuzüglich der Kosten für die Fundamentarbeiten in Höhe von rund 6 500 Euro kosteten die drei Buswartehallen in Zimmern insgesamt 8 573 Euro.

Eine lohnende Investition für die Gemeinde, wenn man bedenkt, dass die Baukosten ohne Förderung im Dezember mit 30 250Euro angegeben wurden und die Wartehallen in das Eigentum der Gemeinde übergehen.

Das Wartehäuschen in der Waldstraße ist eines von dreien, die kürzlich neu aufgestellt wurden.

guf

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