Angler-Gäste sind regenfest

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Trotz des schlechten Wetters war das 1. Mai-Fest der Angler gut besucht.

Groß-Zimmern - „Wer ist denn der Schwarzangler?“, fragte so mancher Besucher der 1. Mai-Feier bei den Anglern und rieb sich verwundert die Augen, wie man an einem solchen Tag angeln kann. Von Ulrike Bernauer 

Dann lachte der angesprochene reguläre Angler des Angelvereins und wies darauf hin, dass sich dieser Angler doch arg still verhalte. Eine Puppe hatten die Fischfreunde auf der Insel drapiert, die mit ihrer Angel den Nilgänsen und ihren Jungen Gesellschaft leistete. Die Anglerteiche, an die die Anglerjugend ganz traditionell zum Backfischfest am 1. Mai eingeladen hatte, waren am Donnerstag trotz des Regenwetters gut besucht.

„Wenn in Groß-Zimmern eine Veranstaltung ist, dann geht man als Zimmerner da hin“, befindet Hartmut Engel ganz kategorisch. Er hat die Familie mitgebracht und alle haben getafelt. Das 1. Mai-Programm haben sie wegen des schlechten Wetters zusammen gestrichen. „Wir wollten eigentlich noch zur Birkenruhe gehen, aber das lassen wir dann doch.“ Engel hat  allerdings schon vor dem großen Regen eine Tandemradfahrt mit seinem Sohn Ralf absolviert. „Wir sind um Dieburg gefahren und die Straßen waren absolut leer.“

Michael Bach, Jugendleiter der Angler ist mit dem Besuch zufrieden. „Es sind sehr viele Leute da für das schlechte Wetter.“ Bach freut sich auch, dass das neue Konzept aufgegangen ist. Verkauften die Angler früher auch viele Steaks, so sind sie inzwischen fast ganz auf Fisch umgestiegen. „Neben dem Backfisch haben wir auch Calamares, Fischnuggets und Fischburger und es wird sehr gut angenommen. Die Leute wollen weniger Steaks und tatsächlich hauptsächlich Fisch.“

Bach macht sich auch keine Sorgen, dass der Verein auf den georderten Fischwaren sitzen bleibt. „Im Moment haben wir gefühlt so viele Besucher wie sonst auch.“ Angenommen wird offensichtlich auch der Umbau auf dem Anglergelände. Findet normalerweise der Bierausschank unter dem Dach statt, so stehen heute hier Tische und Bänke. „Weil die Leute im Trockenen sitzen können, bleiben sie auch eine Weile.“ Zudem kann auch das Anglerheim genutzt werden, wo sich aber nur wenige Gäste aufhalten, die meisten sind doch lieber draußen  mit  Blick auf die Teiche und den Schwarzangler.

Die jungen Angler helfen fleißig mit, sie sammeln leere Flaschen ein und benutztes Geschirr. Cedric Bach und Luka Rapp stehen am Spülmobil und sorgen für frische Gläser und Teller. Die Einnahmen der 1. Mai-Feier kommen den Jugendlichen des Anglervereins zu Gute. Für das Zeltlager, das im Sommer wieder stattfinden wird, gibt es dann einen Zuschuss. Ursula Kopp aus Klein-Zimmern geht immer zum Anglerfest, ihr Mann ist Mitglied bei den Anglern. Sie freut sich über den Regen. „Wir brauchen ja Wasser, der Bauer braucht Wasser, die Gärtner und die Angler für den Teich.“ Von ein bisschen Wasser von oben lässt sich die Klein-Zimmernerin nicht abhalten, aber sie sitzt auch im Trockenen.

Der Kerbjahrgang 88/89 ist auf seiner Maitour auch bei den Anglern gelandet. „Wir waren schon viel zu viel unterwegs“, lacht Kerbborschte Michael Geißel, „beim Knusperhäuschen waren wir schon, zur Feuerwehr und zu den Fußballern wollen wir noch.“ Den Jungs macht ihre Maitour Spaß, da kommt auch kein Regen dazwischen. „Wir hatten uns Regenjacken bestellt, aber die sind nicht gekommen“, sagt Geißel und so sind sie in ihren roten Sweat-Shirts los gezogen wie viele andere Zimmerner auch.

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