Apfel und Co. sind die Stars

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Bei herrlichem Herbstwetter genossen hunderte von Besuchern den Tag des offenen Hofes bei Obstbau Geibel.

Klein-Zimmern - Zum „Tag des offenen Hofes“ hatte der Obstbaubetrieb Geibel aus Klein-Zimmern am Sonntag eingeladen. Die Besucher kamen in Scharen. Von Ulrike Bernauer

„An den Bäumen hängen wunderschöne Äpfel dran“, das ist der nachhaltigste Eindruck von Hans Manetsberger. Er hat am Sonntag nicht nur das Hoffest von Obstbauer Geibel besucht, sondern auch eine Fahrt über die Obstplantagen mitgemacht. In der Tat, die rotbackigen Äpfel der Sorte Braeburn sehen aus wie aus dem Bilderbuch, rotwangig verführen sie regelrecht zum Reinbeißen.

Manetsberger ist nicht der einzige, der die Tour durch die Anlage mitgemacht hat, im halbstündlichen Takt fahren die beiden kleinen Bulldogs mit einer ganzen Kette von Anhängern, in denen die Besucher transportiert werden, durch die Anlage. Die Besucher können sich nicht nur ein optisches Bild machen, Betriebsinhaber Ludwig Geibel und seine Tochter Irene erklären auch viel zum Obstbau.

Ludwig Geibel erzählt anschaulich

So ist auch Manetsberger schlauer geworden, obwohl er sich mit Obst gut auskennt. So erfuhr er etwa, „das oben in diesem Jahr viel mehr Äpfel hängen und unten kaum welche, weil wir in diesem Februar noch so strengen Frost hatten und unten die Blütenknospen erfroren sind. Das war bei meinen Bäumen auch der Fall“. Manetsberger kauft sein Obst auch häufig bei Geibel, bei den Äpfeln allerdings nur die frühen Sorten. Wenn die späten Äpfel reif sind, kann er auf seine Bäume zurückgreifen.

Ludwig Geibel erzählt anschaulich und nicht nur über Äpfel, von denen etliche Sorten schon geerntet sind. Die Mitfahrer erfahren auch Wissenswertes über Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Stachelbeeren, Pflaumen oder Kürbisse. Der Obstbauer beantwortet auch Fragen, eine häufig gestellte ist: „Haben Sie auch noch Ackerbau?“. Das kann Geibel verneinen, „wir haben uns ganz auf den Obstbau spezialisiert“. Im Hofladen wird zwar auch noch Gemüse verkauft, das kauft Geibel aber zu. Dafür gibt es selbstgemachte Marmelade aus den eigenen Obstsorten, leider keine Quitte. „Wir verkaufen zwar Quitten, aber wir haben nicht genug, um daraus auch noch Marmelade zu kochen“, bedauert die Verkäuferin.

Regionaltypische Apfelsorten

Apfelkönigin Anja I macht die Fahrt durch die Obstplantage nebben Ludwig Geibel mit.

Das Personal der Geibels hat an diesem Tag des offenen Hofes alle Hände voll zu tun. Über den Tag verteilt kommen viele hundert Besucher und viele nehmen auch Obst mit. Denn nicht nur auf dem Baum lachen einen die Äpfel an. Auch in den großen Kisten sehen die vielen verschiedenen Sorten verlockend aus. Viele Gäste probieren auch den Süßen, besonders nachdem sie zugesehen haben, wie der hergestellt wird. „Wir haben hier nur eine kleine Presse, damit können wir 120 bis 150 Liter pro Pressgang pressen, aber das reicht auch, zwei Pressen, das ist unser Wochenverkauf“.

25 Hektar bewirtschaftet Geibel, zirka zehn davon sind für die Äpfel reserviert, sieben Hektar Fläche nehmen die Erdbeeren ein. Beeindruckt von dem Betrieb ist auch Apfelkönig Jana I, die neben Ludwig Geibel eine Fahrt durch den Betrieb absolviert. Die junge Dame aus Waldmichelbach repräsentiert alle regionaltypischen Apfelsorten und auch die Streuobstwiesen.

Sofie Strobel wohnt in Klein-Zimmern und kauft fast jeden Tag bei Obstbau Geibel. Sie hat sich auch über technische Geräte informiert. Beeindruckt ist sie von der Maschine, mit der man Blüten ausdünnen kann. „Wenn zu viele Blüten am Baum bleiben, dann gibt es zu viele Äpfel, die eher klein bleiben und zu viele Samen werden ausgebildet. Letztere beeinträchtigen dann die Blütenbildung des folgenden Jahres, deshalb reduzieren wir häufig die Blüten“, erklärt Geibel.

Viele der Gäste genießen aber auch einfach die strahlende Herbstsonne und die kulinarischen Genüsse. Sie lassen es sich wohl gehen bei frisch gepresstem Süßen, Zwiebelkuchen, Federweißem, Kürbissuppe, Steaks und Würstchen oder einer Champignonpfanne. Auch Kaffee und Kuchen stehen zur Auswahl.

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