Schweinegrippe: Am sichersten ist Mundschutz mit FFP 3-Standard

Apotheken vor Ort sind bereits gut gewappnet

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Apotheker Hartmann Mayer hält für seine Kunden neben Medikamenten auch Informationen bereit.

Groß-Zimmern - Die Apotheken vor Ort wappnen sich für den Fall, dass die Schweinegrippe auch an die Gersprenz kommt. „Noch herrscht hier absolute Ruhe, aber für den Herbst rechnen wir schon mit einem Anstieg der Erkrankungen“, berichtet Hartmann Mayer, Inhaber der Alten Apotheke. Von Gudrun Fritsch

Auch er hofft darauf, dass die Impfungen ab September ein gefährliches Ausbreiten verhindern. „Eventuell wird man dann wie in England eine Hotline einrichten“, meint er.

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Information und Vorbeugung sind wichtig. Deshalb hält der Apotheker für seine Kunden ein Hinweisblatt bereit, das Übertragungswege und die Symptome der Krankheit erläutert, Tipps zur Vermeidung einer Ansteckung gibt und Verhaltensregeln im Krankheitsfall für Betroffene und pflegende Angehörige beschreibt.

Zum Schutz genüge zwar kurzzeitig ein einfacher Atemschutz, wie er im OP-Bereich üblich ist, aber mehr Sicherheit vor dem H1N1-Virus biete wegen seines Spezialfilters der FFP 3-Standard. Rund 300 dieser Sicherheitsmasken hat allein Mayer vorrätig, das Stück für 4,95 Euro. Brillen und Handschuhe sind ebenfalls Vorschrift.

Wichtig ist, dass sich Leute mit Symptomen nicht in den Bus setzen und zum Arzt fahren“, mahnt auch der Apotheker zur Vorsicht. Bei dem charakteristisch schlagartigen Verlauf, egal welcher Virusinfekt Verursacher ist, helfe Tamiflu in der Regel gut, sofern es in den ersten 48 Stunden genommen wird. Gehortet haben die Apotheken das Medikament Tamiflu jedoch nicht. „Ebenso wie meine Kollegen habe ich ein rundes Dutzend auf Lager. Bei Bedarf kann mehr geliefert werden“. „Viele haben es noch seit der Vogelgrippe zu Hause“,berichtet Mayer. In diesem Zusammenhang verweist er darauf, dass der Hersteller kürzlich ein Rundschreiben geschickt habe, dass Präparate, deren Haltbarkeit bis Oktober 2010 ausgewiesen ist, auch bis 2012 eingenommen werden könnten. „Auf alle Fälle sollte man aber in der Apotheke nachfragen und sich die Freigabe für die konkrete Packung bestätigen lassen“, so der Fachmann. Für Kinder, die Probleme mit dem Tablettenschlucken haben, seien auch Pulverlösungen erhältlich.

Auch die Apotheken bieten die Möglichkeit eines telefonischen Erstgespräches an. „Wenn die Zeit drängt, könnte - nach Rücksprache mit dem Mediziner - ein Rezept für das Grippemedikament auch per Fax vom Notarzt geschickt werden“, meint Mayer. .

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