Viele Besucher buddeln und werkeln beim Erdfest an der Waldschule / erster Pflanzenflohmarkt etwas spät

Arbeit mit Buchensamen und Speckstein

Richtig voll ist es unter dem Zelt, wo Specksteine bearbeitet werden können. Foto: Bernauer

Groß-Zimmern (bea) - Ein Zelt soll die vielen „Steinbearbeiter“ schützen, allerdings nicht vor dem Regen, sondern vor der Sonne. Am Sonntag war es wieder voll auf dem Außengelände der Waldschule, der Förderkreis hatte zum Erdfest eingeladen.

Passend zum Motto konnten Kinder - aber auch so mancher Erwachsene - aus Speckstein kleine Figuren sägen, feilen und schmirgeln.

Die zweieinhalbjährige Marlene war mit Eifer bei der Sache, einen kleinen Wal wollte sie herstellen. „Wir waren gestern schon zum Fledermausabend da“, berichteten die Eltern Nadine und Michael Hübner, während sie eifrig einen Speckstein polierten. Das Paar hat sich vorgenommen, in Zukunft häufiger das schöne Areal der Waldschule zu besuchen. „Bisher war Marlene noch zu klein, aber unser Sohn Louis hat uns immer schon von dem schönen Gelände vorgeschwärmt. Er ist einmal im Monat mit dem katholischen Kindergarten hier“.

Am anderen Ende der großen Wiese saß Svenja an einem Tisch und verzierte ein rundes Tonmedaillon mit einer Nadel. Der neunjährige Finn aus Dieburg griff lieber zu den Stempeln, um seine runden Tonstücke zu verschönern. Ein wenig Geduld mussten die beiden Kinder dann noch haben. Bevor die Tonmedaillons mit nach Hause genommen werden konnten, mussten sie noch ein wenig trocknen.

Der Pflanzenflohmarkt war diesmal noch nicht so reich bestückt. „Wir sind wahrscheinlich ein wenig spät vom Zeitpunkt her“, meinte Claudia Warwel. „Die meisten Leute haben ihre Tomaten- und Paprikapflanzen schon gesetzt.“ Begehrt war allerdings die Baumsä-Aktion. Samen von Buche, Hainbuche und Erle lagen bereit und konnten in kleine Pflanztöpfchen gesät werden. Arwen und Elin Mönch holten sich aus dem Pflanzbeet ein wenig Erde und pressten ihre Samen fest hinein. Mutter Yannie Mönch hatte dann aber an Fachfrau Warwel noch gleich eine Frage: „Im Garten wird uns eine Erle zu hoch. Wo kann man die hinsetzen wenn sie größer wird?“. „Die Erle gehört an den Bach und am besten rufen sie den Förster an, der kann Ihnen bestimmt eine passende Stelle sagen“, lautete die Antwort der Biologin .

Ausprobiert werden konnten an diesem Sonntag auch die neuen Fühlkästen am Barfußpfad. Jetzt können nicht nur die Fußsohlen ganz unterschiedliche Untergründe ertasten, auch die Hände haben etwas zum Fühlen.

Für Speis und Trank hattte der Förderverein der Waldschule natürlich auch gesorgt, der Kuchenwar stark nachgefragt, aber auch die Kartoffeln aus dem Lehmofen fanden angereichert mit Kräuterquark reißenden Absatz.

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