Diakonieverein besuchte Braunfels und Weilburg.

Armee mit lauter Individuen

Beeindruckt ist die Gruppe des Diakonievereins von der Terrakotta-Armee.

Groß-Zimmern - Groß-Zimmern/Braunfels § Anfang Oktober besichtigte eine Gruppe des Diakonievereins das Schloss Braunfels und die Terrakotta-Armee in Weilburg. Nach einer frühherbstlichen Fahrt durch den Taunus steuerte der Bus zunächst das Schloss an.

In der spätgotischen Kapelle wurde die Gruppe von der begeisternden Schlossführerin begrüßt und in einem spannenden Vortrag über die Geschichte der Burg informiert. Daran schloss sich ein Rundgang durch die Anlage an, die auf eine Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückblicken kann. Der Burghof, der Rittersaal mit seinen mittelalterlichen Waffen, das Treppenzimmer und die Gemäldegalerie, in der Ölgemälde - insbesondere Familienportraits, mythologische und allegorische Szenen - aus den Schulen italienischer, spanischer, niederländischer und deutscher Meister von der Renaissance bis zum Klassizismus hängen, vermittelten einen Eindruck von der Schönheit dieser Schlossanlage.

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter zur Ausstellung der Terrakotta-Armee in Weilburg. Sie ist eine der großartigsten Funde in der weltweiten Geschichte der Archäologie, entstanden unter dem ersten Kaiser von China, Qin Shi Huangdi in Xi An. 247 vor Christus ließ er mit den Bauarbeiten an seiner Nekropole beginnen, um seinen Nachruhm zu sichern. 700 000 Arbeiter, Künstler und Architekten schufen eine ober- und unterirdische Welt aus Flüssen, Seen und Modellen von Palästen und platzierten davor eine gewaltige tönerne Armee, die dem Kaiser auch im Jenseits uneingeschränkte Macht sichern sollte. 37 Jahre dauerten die Bauarbeiten. Von chinesischen Industriellen wurden die rund 300 Kopien dieser Armee für die Stadt Weilburg gesponsert, so dass man sich auch in Deutschland einen Eindruck von der gewaltigen künstlerischen Leistung – jedes Armeemitglied trägt individuelle Züge – machen kann. Beeindruckt von dieser Ausstellung fuhr die Gruppe nach einer Kaffeepause in Weilburg wieder zurück nach Groß-Zimmern.

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