„Auch Gutes kann man besser machen“

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Peter Urban will ins Zimmerner Rathaus.

Groß-Zimmern ‐ „Ich würde vorher mit den anderen Fraktionen reden und so zu Kompromissen kommen, statt im Parlament zu streiten“, erklärt Bürgermeisterkandidat Peter Urban im persönlichen Gespräch mit dem Lokalanzeiger. Von Ulrike Bernauer

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„Ich trete auf Grund meiner Erfahrungen an, die ich in dieser Legislaturperiode gemacht habe“, sagt der Parteivorsitzende der Freien Wähler Groß-Zimmern (FWG). Urban sucht nach einer neuen Herausforderung. In dreieinhalb Jahren wird der 61-Jährige pensioniert. „Auf der Karriereleiter ist bei mir nichts mehr drin“, erklärt der Wahl-Zimmerner, der bei T-Systems in Darmstadt als strategischer Einkäufer von IT-Dienst- und Werkleistungen arbeitet. „Die Hände in den Schoss legen, das liegt mir nicht. Ich würde mich mit vollem Herzen für meine Wahlheimat einsetzen.“
Geboren und aufgewachsen ist Urban im Norden, in Wilhelmshaven. Der Arbeit wegen kam er nach Südhessen, damals zum Posttechnischen Zentralamt. Bei der Post lernte er auch seine Ehefrau Sabine (51) kennen. Mitte der 90er Jahre kaufte die Familie ein Haus in Groß-Zimmern. Zwei Kinder hat das Ehepaar, Pascal (20) verbringt derzeit ein Soziales Jahr auf den Philippinen, Tochter Janina (17) bereitet sich aktuell auf das Abitur vor.

Regelmäßig bei Ausschussitzungen dabei

Tradition ist ihm sehr wichtig. „Eines der ersten Ereignisse in Zimmern war damals die Errichtung des Bahnsignals in der Grünen Mitte. Ich habe nie verstanden, warum man den Bahnhof abgerissen hat.“

„Die Kinder sind groß“, sagt Urban, „und meine Frau stärkt mir den Rücken. Wenn man keinen Rückhalt in der Familie hat, kann man sich für einen solche Aufgabe nicht bewerben“. Er weiß, wovon er spricht. In der vergangenen Legislaturperiode hat er nicht nur alle Gemeindevertretersitzungen besucht, sondern war auch regelmäßig bei fast allen Ausschusssitzungen dabei.

Bürger sollen mehr einbezogen werden

Dass seine Hobbys im Falle seiner Wahl ein wenig zurückstehen müssen, ist dem Kandidaten bewusst. Der VW-Käfer, Baujahr 1971, wird dann wohl noch etwas länger in der Garage auf seine Instandsetzung warten müssen und ob er noch viel zum Tennis spielen kommen wird, weiß er nicht.

„Den Vorsitz im Computerclub Doppelklick will ich behalten, solange das möglich ist“, sagt er. „Gerade für Senioren hat sich der Club inzwischen als Kommunikationszentrale entwickelt“.

Sollte Urban die Wahl gewinnen, will er unbedingt die Bürger mehr einbeziehen. „Die Gemeindevertretersitzung könnte live im Internet übertragen werden“, meint Urban, der von Zimmern sagt: „Nichts ist so gut, dass es nicht auch besser zu machen wäre“. Die hohe Bewerberzahl mit immerhin sechs Kandidaten zeige auch, dass die Menschen mit der politischen Situation im Ort nicht zufrieden sind.

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