Der Jahrgang 1971/72 organisiert das Fußballturnier 2011 zum letzten Mal.

Auch Kerbborschte werden älter

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Die Rotweißen 1985/86 dürfen in diesem Jahr den Pokal mit nach Hause nehmen.

Groß-Zimmern ‐ Dass auch Kerbborschte älter werden, zeigte sich ganz deutlich beim diesjährigen Fußballturnier des Jahrgangs 1971/72. So spielten ältere Mannschaften, die einst zur Stammbesetzung zählten, nicht mehr mit. Von Ulrike Bernauer

Die teilnehmenden Mannschaften beschränkten sich auf die 80er-Jahrgänge und die aktuellen Kerbborschte 1990/91, die in 14 Tagen die Weihe empfangen werden. Thema war das Alter auch im Rahmen der Siegerehrung. Ralf Knierieme teilte den Anwesenden offiziell mit, dass sein Jahrgang mit dem inzwischen 17. Turnier das vorletzte Fußballevent ausgerichtet habe. „Beim Turnier spielte zum ersten Mal ein Sohn von uns mit und deshalb denken wir, es ist Zeit aufzuhören“, erklärte Knierieme.

Mit anderen Worten, ihr werdet älter“, kam die Replik von Kerbikone Thomas Beutel. Noch einmal richtig krachen lassen will es der Jahrgang beim Abschiedsturnier im nächsten Jahr. Zwei Gruppen sollen gebildet werden, so dass auch die älteren Jahrgänge mitspielen können, ohne gegen die ganz Jungen antreten zu müssen. Eine Band ist im Gespräch und auch sonst überlegen sich die 71/72er, die im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Kerbjubiläum feiern, einen spektakulären Abgang.

Wir werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass das Turnier weitergeführt wird“, erklärte Beutel und kündigte Gespräche und Sondierungen an. Zum Glück für alle Fußball- und Kerbbegeisterten werden die jedoch gar nicht nötig sein. Alexander Rühl von den grün-weißen Kerbborschte 2010 meldete, sein Jahrgang habe schon beraten und sich entschieden, die Fortführung des Turniers zu übernehmen.

Acht Jahrgänge machten den besten unter sich aus

Die Erleichterung war groß, schließlich ist, wie Bürgermeister Achim Grimm sagte, das Turnier inzwischen selbst zur Tradition geworden. Zudem läutet es mit seiner zeitlichen Nähe zur Kerb diese quasi ein.

Ein spannendes Turnier hatten sich die acht Jahrgänge zuvor auf dem Gemeindesportplatz geboten. Etwas ernster als die Älteren nahmen die 80er Jahrgänge das Spiel und auf dem Platz ging es richtig zur Sache. Natürlich war bei schönem Sommerwetter auch eine ordentliche Fangemeinde dabei.

Als deutlicher Sieger erwies sich der rotweiße Jahrgang 1985/86, der in einem spannenden Endspiel seine direkten Nachfolger, die blau-weißen 1986/87, im Endspiel mit 4:2 Toren besiegte. Den Pokal nahmen die Sieger jubelnd entgegen.

Grimm: „Ein Turnier mit sauguter Stimmung“

 Parlamentsvorsteherin Katharina Geibel erhielt von Ralf Vonderschmidt einen dicken Schmatz, bevor es die obligatorische Sektdusche gab.

Mit einem Sieben-Meter-Schießen war vorher nach einem Unentschieden Platz drei und vier besiegelt worden. Dabei war der grüne-weiße Jahrgang 1984/85 erfolgreicher und holte sich vor den 1988/89ern den dritten Platz.

Ein Turnier mit sauguter Stimmung habt ihr gespielt“, lobte Bürgermeister Grimm die Mannschaften und er freute sich, dass der Tag ohne größere Blessuren, über die Bühne gegangen ist.

Grimm dankte den blau-weißen Ausrichtern für die gelungene Durchführung dieser Veranstaltung, die auf das Herannahen des Großereignisses der Gemeinde hinweist.

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