Aufschlussreiches Berufe-Erfragen

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Männerdomäne: Ausschließlich männliche Schüler haben sich bei der Dieburger Firma Wolf Werkzeugmaschinen eingefunden. Hier können Jugendliche den Beruf des Werkzeugmechanikers erlernen.

Groß-Zimmern - Vertreter von acht Firmen sind am Freitagmittag in die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) gekommen, um sich vorzustellen, aber auch um mit den Schülern Gespräche zu führen und Fragen zu beantworten. zu lassen. Von Ulrike Bernauer

Für die beiden Abschlussjahrgänge der jeweiligen Schulform sind die Jobinterviews gedacht, bei denen sich Schüler Informationen über einzelne Berufe ,aber auch entsprechende Ausbildungsfirmen einholen können.

Die Ausbildungsbeauftragten von Sparkasse, Volksbank, der Firmen Merck und Ringfeder, der Barmer Ersatzkasse und von Wolf-Werkzeugmaschinenbau stehen bereit für das „Jobinterview“, so nennt die ASS diesen Tag für die älteren Schüler, den sie zum ersten Mal durchführt.

Die Firma Merck ist gleich mit mehreren Berufen vertreten, dabei sind Laboranten der verschiedenen Fachrichtungen, aber auch die Produktionskraft oder der Elektriker. Neu ist die Firma Ringfeder aus Groß-Umstadt, die Spannverbindungen wie Wellenkupplungen oder Schrumpfscheiben herstellt.

Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten

85 Beschäftigte hat Ringfeder und in vier Berufen, dem Fachlageristen, dem Industriekaufmann, dem Produktdesigner und Zerspannungsmechaniker bildet das Unternehmen aus.

Pro Beruf wird hier jährlich ein Auszubildender eingestellt. Mitarbeiterin Astrid Mießen beantwortet die Fragen der Schüler, die vom Lehrlingsgehalt über die Ausbildungsdauer bis zu den späteren Berufsaussichten gehen. Mießen geht auch ins Detail. Sie berichtet, wo die Auszubildenden in die Berufsschule gehen werden und gibt Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten, sollte die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden.

Beruf des Malers und Lackierers

Der Groß-Zimmerner Malermeister Holger Steinbeck wirbt für das örtliche Handwerk und stellt den Beruf des Malers und Lackierers vor. „Handwerk hat goldenen Boden und wenn ihr ein Handwerk erlernt, dann werdet ihr immer genug Arbeit haben.“ Fünf bis sechs Lehrstellen gebe es jährlich in Groß-Zimmern zu besetzen und drei ehemalige Schüler der ASS haben schon in dem Betrieb gelernt.

Ann-Kathrin Pressl aus der achten Klasse findet das Jobinterview „lehrreich“. Sie hat viel über den Beruf der Bankkauffrau erfahren und ist mit den Informationen sehr zufrieden.

Einmal hat sie schon in die Arbeitswelt hineingeschnuppert und bei einem Friseur in Darmstadt ein Praktikum gemacht.

Jobinterview kommt an

Jessica Wöhl und Darja Schenk aus der G 9 c gefiel das Jobinterview sehr gut. Die beiden Schülerinnen des Gymnasialzweiges informierten sich über die Berufsberatung und den Beruf der Chemielaborantin. „Wir interessieren uns sehr für Naturwissenschaften und deshalb haben wir uns den Beruf der Chemielaborantin ausgesucht“, sagt Wöhl. Allerdings ist für beide klar, dass sie nach dem Abschluss der zehnten Klasse zunächst auf eine weiterführende Schule gehen wollen.

Ausschließlich Jungen sitzen in der Runde bei der Firma Wolf. Der Beruf des Werkzeugmechanikers scheint auch heute noch hauptsächlich auf männliche Jugendliche eine gewisse Anziehungskraft auszuüben. Die Schüler, die sich in der letzten Runde ihres Jobinterviews befinden, sind jedoch sehr interessiert und stellen ausgesprochen qualifizierte Fragen. Einen Lehrling jährlich stellt die Dieburger Firma ein, erfahren sie.

Ingeborg Klages, Leiterin des Haupt- und Realschulzweiges, ist mit diesem ersten Jobinterview-Tag zufrieden. „Ich werde mir Stellungnahmen der Firmen einholen und wir werden eventuell den Fragebogen noch einmal überarbeiten“, sagt sie. „Aber bis jetzt sind die Rückmeldungen gut und eine nächste Runde des Jobinterviews wird es im nächsten Schuljahr bestimmt geben.“

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