Zum Auftakt spielt der Nachwuchs

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Sie üben erst seit Dezember 2009 und haben doch schon eine Menge gelernt, die Bläser-AG von Geißbergschule und KKM.

Klein-Zimmern (bea) ‐ Schon seit 30 Jahren gibt es das Straßenfest des Katholischen Kirchenmusikvereins Klein-Zimmern (KKM). Initiator Hans Sachs, der das erste Fest organisierte, ist am Samstag auch wieder dabei und lässt es sich nachmittags bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Nach dem Gottesdienst sind die Musiker und die Gäste zusammen auf den Kirchplatz gezogen.

Vor 30 Jahren fand dieses Fest tatsächlich auch auf der Straße statt“, erklärt Gerhard Kuhr, der nach kurzer Pause erneut den Vorsitz des KKM übernommen hat, den Namen. Inzwischen nutzen nicht nur die Musiker, sondern praktisch alle Vereine Klein-Zimmerns die Vorteile des ruhigeren Platzes hinter der Kirche.

Ihren Jugendlichen haben die erwachsenen Musiker in diesem Jahr den Vortritt gelassen. Das Jugendorchester kann mit einem erstaunlich umfangreichen Repertoire aufwarten. Über eine Stunde lang unterhalten sie bei hochsommerlichen Temperaturen die zahlreichen Gäste des Straßenfestes. Viele ältere Menschen haben auf den Bänken Platz genommen. „Die Jungen kommen meist erst, wenn mit der einbrechenden Dämmerung auch die Bar eröffnet wird“, so Kuhr. Natürlich sind auch viele Eltern da, die die Fortschritte ihrer Kinder hören und auch würdigen wollen. Nach dem Jugendorchester ist die Bläser-AG der Geißbergschule an der Reihe. Die vier Jungen und ein Mädchen spielen erst seit Dezember zusammen, haben beim Fest jedoch schon ihren zweiten Auftritt. Beim Frühjahrskonzert des KKM hatte die Bläser-AG bereits ihre Premiere.

Freies Spiel aus der Notenmappe

Viel Applaus erhielten die Musiker des KKM beim Straßenfest.

Ursprünglich war die Bläser-AG nur für ein Schuljahr geplant“, erklärt KKM-Mitglied Ulrich Borbonus, „aber da alle Kinder begeistert weiter mitmachen wollen, werden wir die Bläser-AG noch über das vierte Schuljahr erweitern.“ Danach hoffen die erwachsenen Bläser, dass die ganz Jungen in Zukunft das Jugendorchester unterstützen werden. Auch auf letzteres ist der KKM sehr stolz und auch auf Dirigenten Thomas Martin, der nicht nur ein ausgezeichneter Musiker ist, sondern auch ein glückliches Händchen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen hat. Dass die Vorführung der Bläser-AG dem Publikum gefallen hat, merkt man an den Zugabe-Rufen. „Wir haben doch schon die Zugabe gespielt“, sagt eines der Kinder. Die jüngsten Bläser lassen sich dann doch noch zu einer weiteren Zugabe erweichen. So richtig nach Herzenslust kann sich am späteren Nachmittag das Orchester des KKM ausspielen. Es gibt kein festgelegtes Musikprogramm, jeder der Musiker hat seine gesamte Notenmappe mitgebracht und aus der wird nach Lust gespielt. „Natürlich sind unsere Lieblingsstücke und die unseres Publikums dabei“, verrät Kuhr schon im Vorhinein. Es kommen jedoch auch eher selten gespielte Stücke zu Gehör. „In fünf bis sechs Stunden und die musizieren wir bestimmt, kann man schon etliche Lieder spielen“, meint Kuhr heiter, der sich als echter Musiker darauf freut, dass es bald endlich loslegen kann.

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