Langjähriges Projekt abgeschlossen

Aufzug am Klein-Zimmerner Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht

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Einige Besucher des Feuerwehrhauses probierten am Sonntag den neuen Aufzug aus, andere versammelten sich auf der luftigen Außenterrasse.

Klein-Zimmern - Das Feuerwehrhaus in Klein-Zimmern dient nicht nur den Brandschützern. Man könnte es fast als Bürgerhaus bezeichnen. Fortan ist die Wehr für alle barrierefrei durch einen Aufzug zugänglich, der jetzt eingeweiht wurde.

Das Feuerwehrhaus ist gefragt: Der Gesangverein hält hier seine Proben, die Musiker des katholischen Kirchenmusikvereins (KKM) blasen hier die Backen auf und so manches Fest findet hier statt. So wird im oberen Saal des Feuerwehrhauses die Fastnacht gefeiert oder so manche Vereinsveranstaltung abgehalten. Da die Bevölkerung auch in Klein-Zimmern immer älter wird und für manchen das Treppenhaus immer beschwerlicher zu erklimmen ist, kam Feuerwehrmann Joachim Köbel schon vor einigen Jahren auf die Idee, dass ein Aufzug angeschafft werden muss. Dieser wurde nun beim Sonntags-Café unter der Anteilnahme vieler Bürger und einiger Ehrengäste feierlich eingeweiht.

Das Anliegen, den oberen Saal des Feuerwehrhauses barrierefrei zugänglich zu machen, sprach Köbel dann innerhalb der CDU zum ersten Mal im Jahr 2010 an. Es dauerte zwar ein wenig, aber letztendlich fiel die Idee auf fruchtbaren Boden, im Jahr 2015 wurde bei den Beratungen für den Haushalt 2016 70.000 Euro für den Aufzug eingestellt. Köbel war schnell klar, dass der Aufzug nicht innerhalb des Gebäudes errichtet werden konnte, sondern außerhalb angebaut werden musste.

Nach Genehmigung des Haushaltes durch die Gemeindevertretung wurde die Erstellung des Bauantrages an ein Groß-Zimmerner Architekturbüro übergeben. Eine Hürde, die auch noch überwunden werden musste, war das Trafo-Häuschen neben dem Feuerwehrhaus. Hier musste ein Gestattungsvertrag her, damit das Häuschen durch die Aufzugsanlage überbaut werden durfte. Das bietet jetzt aber auch einen Vorteil: Das Feuerwehrhaus hat nun sozusagen eine große Außenterrasse in luftiger Höhe, auf der bestimmt 50 Personen Platz finden.

Bis Mitte Dezember 2016 wurden Gespräche mit fünf verschiedenen Herstellern von Aufzügen geführt, bis man sich für das Produkt einer Firma aus Jülich entschied. Köbel schilderte den vielen Besuchern im Feuerwehrhaus die weiteren Hürden, die für das Projekt zu nehmen waren. Ein Prüfstatiker musste beauftragt werden und so manches Gewerk trotz viel Eigenarbeit vergeben werden. Die Schlosserarbeiten blieben im Ort, sie wurden von der Schlosserei des St. Josephs-Hauses erledigt.

Mitte Oktober war es dann soweit, die Vorarbeiten, wie Fundament waren erledigt und die Firma baute den Einzug, der schön feuerwehrrot leuchtet, ein. Auch hier gab es die eine oder andere Schwierigkeit zu bewältigen, komplizierter als gedacht erwies sich der Einbau der neuen Zugangstür in das Feuerwehrhaus im ersten Stock, aber auch die Übertragung des Notrufes aus dem Aufzug funktionierte anfänglich nicht. Köbel fungierte in der ganzen Zeit als ehrenamtlicher Bauleiter, hatte aber immer Kontakt mit dem hauptamtlichen Bauleiter der Gemeinde, Klaus Keller. Bürgermeister Achim Grimm wurde von Köbel immer wieder mit Fotos des Baufortschritts versorgt.

Am Sonntag dankte Köbel den vielen Firmen, die beim Gelingen des Projektes mitgeholfen hatten, aber auch bei den vielen Ehrenamtlichen, ohne deren tatkräftige Mithilfe der Aufzug sehr viel teuer geworden wäre.

So mancher wollte am Sonntag auch mal den neuen Aufzug ausprobieren, der den Besucher zwar langsam, aber zuverlässig an sein Ziel bringt, wie Bürgermeister Achim Grimm demonstrierte. (zba)

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