Ausgerechnet

Groß-Zimmern (guf) ‐ Viel wurde diskutiert und gestritten, zu guter Letzt wurde bei der Gemeindevertretersitzung am 18. Januar der Haushalt mit den Änderungsanträgen der FDP mehrheitlich beschlossen (wir haben berichtet).

Nachdem die Änderungen berücksichtigt und deren Konsequenzen in das Zahlenwerk eingerechnet wurden, stehen die Summen für die Haushaltssatzung nun fest. Im Ergebnishaushalt stehen Erträge von knapp 16 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen liegt bei 18,7 Millionen Euro.

Trotz der zusätzlichen Einsparungen hat sich jedoch der Fehlbetrag von 2,66 im ersten Entwurf auf nunmehr 2,8 Millionen Euro erhöht. „Wir rechnen und versuchen zu sparen und dann kommt wieder alles anders“, meint der Kämmerer im Rathaus, Gernot Geiß. Mehr Zeit habe die Neuberechnung im Rathaus wegen des hohen Krankenstandes benötigt.

Aufwendungen erhöhen sich um 164.000 Euro

Zwar wurden nun 100.000 Euro bei der Gebäudeunterhaltung abgeplant. 50.000 Euro wurden für die Soziale Stadt weniger berechnet. Doch wegen der Drittelung mussten die Einnahmen von Bund und Land, die wegen des Stopps beim Projekt natürlich auch nicht in die Kassen fließen werden, gegengerechnet werden, so dass im Endeffekt nur 16.666 Euro eingespart wurden. Hinzugerechnet werden mussten zudem die einstimmig beschlossenen 20.000 Euro für die Planung der Betreuung von unter-Dreijährigen in Groß-Zimmern. Besonders hart habe dann die neue „Kompensationsumlage“ zu Buche geschlagen. Dadurch erhöhten sich die Aufwendungen der Gemeinde um knapp 164.000 Euro. „Damit waren die ganzen Einsparungen für die Katz“, meint Geiß enttäuscht.

Kredite oder Verpflichtungsermächtigungen werden nicht veranschlagt, die Steuersätze für die Gemeindesteuern liegen 2011 bei 260 Prozent für Grundsteuer A und B sowie 325 Prozent für die Gewerbesteuer.

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