Bänkelsänger zu Kartoffeln

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Zum Kartoffelfest gab es Moritaten und Küchenlieder.

Klein-Zimmern (bea) ‐ „Die Bänkelsänger waren einfach wunderbar“, schwärmte Dieter Breit, „Ich habe mitgesungen und geschunkelt.“ Für tolle Stimmung sorgten Theo Speckhardt, Adam Breitwieser und Fritz Ehmke als die „letzten Bänkelsänger“ beim Kartoffelfest des Kultur- und Kerbvereins Klein-Zimmern (KuK) am Samstag.

Das Wetter spuckte dem Verein allerdings ziemlich in die Suppe, jedoch nur im übertragenen Sinne. „Auf dem Kessel mit den Gequellten ist ein Deckel, da kann es nicht reinregnen“, sagte Bettina Krumm, die den Deckel für das Foto kurz lüftete. Walter Götz, Vorsitzender des KuK, waltete derweil als Herr über die Bratwürste und die Kartoffeln. Zwiebeln und Kartoffelscheiben warteten bereits auf die Weiterverarbeitung.

Mit einem Ansturm rechnete der KuK noch einmal nach dem abendlichen Gottesdienst. Mittags war es so richtig voll, die vielen Kartoffelprodukte aus den selbst angebauten und garantiert chemiefreien Erdäpfeln wollten viele Klein-Zimmerner probieren.

Dass sie dabei auch noch hervorragend unterhalten wurden mit Moritaten, Odenwälder Heimatliedern und passend zum Fest Küchenliedern, verstärkte nur den Appetit. Mit den Bänkelsängern gab es beim Fest an der Kirche nicht nur was für Magen und Ohren, auch die Optik kam nicht zu kurz. So manche Moritat wurde mit hochgehobenen Bildern veranschaulicht.

„Süßkram“ schnell ausverkauft

Bettina Krumm lüftete kurz den Deckel (rechts). Die Gequellten warteten im Topf auf hungrige Gäste.

Woher Bänkelsänger ihren Namen haben, wissen Breit, Bardo Kunkel und die zahlreichen anderen Gäste nun auch. Auf ein Bänkchen sind die Sänger früher gestiegen, damit die Zuhörer sie nicht nur hören, sondern auch sehen konnten. Auch die „letzten Bänkelsänger“ aus dem Südhessischen hatten so ein Bänkchen dabei. „Schade, dass so was langsam ausstirbt“, bedauerte Breit.

Neben den Bänkelsängern und den Kartoffelgerichten waren an diesem Nachmittag die selbstgebackenen Blechkuchen der Renner. Der Tradition sind die Bäckerinnen mit ihrem Riwwelkuchen, dem Apfelbreikuchen und anderen alten Hefeteigkreationen gefolgt.

Folglich war der leckere „Süßkram“ auch fast ausverkauft, als die Gäste abends wieder Hunger nach Deftigem mitbrachten, schlechtes Wetter hin oder her.

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