Bald radeln im Trocknen

Zimmern und Otzberg führen Gespräche über den Ausbau von 150 Metern Feldweg am Glockenrain Weg unter: Was aussieht wie ein Biotop für Laubfrösche ist der Radweg am Glockenrain von Klein-Zimmern nach Otzberg.(c)Foto: sr

GROSS-ZIMMERN - Die Strecken sind bei Spaziergängern, Joggern, Walkern und Radfahrern gleichermaßen beliebt: eine auf der alten Bahntrasse zwischen Groß-Zimmern und dem Reinheimer Teich, die andere am Glockenrain entlang, auf dem Weg, der 2009 mit einer wassergebundenen Decke versehen worden ist, und zwischendurch gegebenenfalls noch ein Runde um den Reinheimer Teich mit Einkehr ins Lokal der Segelflieger.

Doch auf 150 Metern zwischen dem Ende der Ausbaustrecke und der Landesstraße 3413, zwischen dem Otzberger Ortsteil Habitzheim und dem Reinheimer Stadtteil Spachbrücken, lauert häufig schlammiges Ärgernis. .

Das Problem ist seit Jahren bekannt, aber erst jetzt kommt Bewegung in die Sache, die eigentlich schon Thema hätte sein können, als der Zimmerner Teil des Glockenrains 2009 ausgebaut wurde.

Doch die damalige Planung des Radwege-Ausbaus, zu der auch der Ho-Tschi-Minh-Pfad (an der Volksbank), der Verbindungsweg am Gailsloch und der Semder Pfad gehören, machte schlicht an den Gemarkungsgrenzen Halt. Dabei hätte es sich angeboten, mit den Nachbarn abzustimmen, ob der Wegebau in einer gemeinsamen Maßnahme mit gewisser Kostenersparnis abgewickelt werden könnte.

Was den Glockenrain angeht, sohat sich im vergangenen Jahr der Klein-Zimmerner Ortsbeirat des Themas angenommen (hierzu eine Mitteilung auf Seite 3) und Klaus Keller, Bauamtsleiter in der Groß-Zimmerner Verwaltung, hat im Dezember vergangenen Jahres mit seinem Kollegen Robert Schmitt Kontakt aufgenommen und eine Zusicherung erreicht, dass dieser Wegeabschnitt bei geeigneter Witterung – also wohl im Frühjahr – von Otzberger Seite bearbeitet werden soll.

Keller kennt das Problem aus eigener Erfahrung, und dies im Sinne des Wortes, „denn ich wohne in Habitzheim und nutze den Weg am Glockenrain gelegentlich selbst mit dem Fahrrad.“

Inzwischen ist auch der Otzberger Bürgermeister Matthias Weber in die Angelegenheit involviert und teilte dem LA auf Nachfrage mit, dass er sich inzwischen vor Ort ein Bild von den unhaltbaren Zuständen gemacht hat. Er werde weitere Maßnahmen nun mit dem Otzberger Gemeindevorstand besprechen und habe bereits eine Kostenermittlung für den Ausbau des rund 150 Meter langen Wegeabschnitts in Auftrag gegeben. Sollten da mehrere tausend Euro zusammenkommen, will er wiederum den Kontakt zu seinem Zimmerner Amtskollegen Achim Grimm suchen und über eine Kostenbeteiligung des Nachbarn im Norden sprechen, denn vom Wegebau hätten ja vor allem die Zimmerner großen Nutzen.

Während sich hier eine Wende zum Besseren abzeichnet, endet das kurze Stück ausgebauten Feldwegs in Verlängerung des Semder Pfads an der Grenze zu Groß-Umstadt. Diese Verbindung nach Semd ist streckenweise nicht mehr als ein schmaler Pfad. Und ein weiteres Radwegeprojekt harrt noch immer seiner Realisierung: der Radweg längs der Landesstraße 3115 nach Gundernhausen. Das ist allerings nicht kommunale, sondern Landessache. Wie Jochen Vogel, Sprecher von Hessen Mobil, auf Nachfrage mitteilte, habe es hier Umplanungen gegeben, wodurch Abklärungen für den Landschafts- und Artenschutz notwendig geworden seien. Die bisherige Planung sehe allerdings einen Bau in diesem Jahr vor. J sr

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