Interessantes und Leckeres beim NABU

Vom Baum direkt ins Glas

Da braucht man schon ein wenig Kraft, um an den süßen Saft zu kommen. Gemeinsam klappt das gut.   J Fotos (2): Kniza

Klein-Zimmern - Anschauen, Fühlen, Ausprobieren und Schmecken. Bei der Auswahl von Lebensmitteln werden alle Sinne angeregt. Um wirklich gute Lebensmittel zu finden, braucht man nicht unbedingt ein besonderes Geschäft aufzusuchen. Von Sebastian Kniza

Die Natur vor der eigenen Haustür bietet meist frischere und interessantere Leckereien an, als viele vermuten. Gerade jetzt im Spätsommer und Herbst ist der Tisch vor unserer Haustür reichhaltig mit süßem und schönem Obst gedeckt.

In der heutigen Zeit möchten viele Menschen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen, und wer da alles in der natürlichen Nachbarschaft wohnt. Um einen Einblick in einen natürlichen Lebensraum für Mensch und Tier zu bekommen, hat der NABU Groß-Zimmern am Samstag zum Streuobstwiesenfest nach Klein-Zimmern in den Obstgarten der Familie Össwein eingeladen.

Der Vorsitzende Dr. Lothar Jacob erklärte den Besuchern anschaulich wie der Lebensraum Streuobstwiese funktioniert. In natürlicher Umgebung gibt es viel zu entdecken, da Vögel, Insekten und viele Säugetiere ein Zuhause bei den Obstbäumen haben. Bäume sind natürliche Brutstätten für viele Vogelarten.

Der aktuelle Trend zum naturnahen Garten bringt eine Rückkehr der alten Obstbaumsorten mit sich. Die Vorteile dieser Sorten sind ihre geringe Anfälligkeit für Schädlinge und ein hoher Ertrag, da sie bestens an die jeweilige Umgebung angepasst sind.

Besonders für Lebensmittelallergiker sind sie bekömmlicher als die neuen Zuchtsorten aus dem Supermarktregal.

Mit biologisch einwandfreien Lebensmitteln lässt es sich also besser leben und genießen.

Um den Weg vom reifen Obst zum Most zu erfahren, konnten die Besucher die Äpfel vom Baum pflücken und anschließend keltern. Naturnäher und erfrischender geht es sonst nirgends zu. Ein leckerer Spaß für große und kleine Besucher.

Zur Stärkung konnte man selbstgebackenen Kuchen essen. Großen Dank und Lob an die fleißigen Helfer, die die Kuchenkreationen gezaubert hatten, richteten Organisatoren und Besucher. Nicht nur Augen und Gaumen wurden verwöhnt, auch die Ohren bekamen etwas zum Genießen.

Der Klein-Zimmerner Schriftsteller Hans-Josef Rautenberg stellte seine aktuellen Kurzgeschichten vor. Ob bei den Turbulenzen des Zusammenlebens von Mann und Frau, die Trophäen eines Jägers oder der Sinneswandel eines „menschlichen“ Wolfes, alle seine Geschichten stellten Bezüge zur Natur her und begeisterten die Gäste an diesem Nachmittag.

Ein gemütlicher und schöner Nachmittag, bei dem es sehr viel zu entdecken gab.

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