Arbeiten an der ASS

Drei Jahre Baustelle gehen zu Ende 

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Erfolgreicher Umbau aus spitzem Winkel betrachtet. Ein Blick in die völlig neu gestaltete Pausenhalle zeigt: Es geht aufwärts mit der Groß-Zimmerner Gesamtschule.

Groß-Zimmern - Am Rand des Schulhofs stehen sechs Container. Drei haben Fenster – Ersatzräume für Klassenzimmer, die aktuell wegen Umbauarbeiten nicht nutzbar sind. „Drei sind eigentlich zu wenig“, befindet Helmut Buch, Leiter der Groß-Zimmerner Albert-Schweitzer-Schule (ASS).

Seit rund drei Jahren ist die Schule ziemlich kontinuierlich Baustelle. Mit dem aktuellen Schuljahr sollen die Arbeiten zu Ende gehen. Die Pausenhalle ist inzwischen fertig und durch die atriumähnliche Überdachung des Zwischenraums zum östlichen Trakt des Schulkomplexes mit den naturwissenschaftlichen Räumen heller, freundlicher, geräumiger und moderner geworden. In den Pausen wird schnell spürbar, dass die Schüler sich in dem Ambiente wohlfühlen.

Die Lehrer haben allerdings noch zu leiden, wie Buch berichtet, denn derzeit wird unter anderem am Verwaltungstrakt gewerkelt, Büros und Lehrerzimmer sind nicht nutzbar, beengte Provisorien werden zur psychischen Belastungsprobe. Überhaupt sei es eine Kunst, ein Kollegium über einen so langen Zeitraum auf einer Baustelle bei Laune zu halten.

Fantasiebilder skurril, nahezu absurd

Die Fantasiebilder, die seine Schilderungen vom Einsatz eines Raupenbaggers in der Pausenhalle bei laufendem Schulbetrieb hervorrufen, fallen ziemlich skurril, ja nahezu absurd aus. „Und man stelle sich dazu noch den dauernden Lärm vor“, ergänzt Buch. Aber man nimmt ja viel in Kauf, wenn die Schule damit ein umfassendes Update bekommt. Für das aktuelle Jahr bedeutet dies vor allem: Umbau der naturwissenschaftlichen Räume. So steht es jedenfalls im umfangreichen Schulbauprogramm des Landkreises. Es ist 2008 – auch angeregt durch Konjunkturprogramme des Landes und des Bundes – begonnen worden und bis 2018 mit einem Gesamtvolumen von über 380 Millionen Euro durchgeplant. Knapp 200 Millionen sind inzwischen verausgabt.

Um die Rahmenbedingungen für einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht zu schaffen, mit Abschied von der Frontalpädagogik und Schwerpunkt auf Gruppenarbeit, werden derzeit an der ASS 2,16 Millionen Euro investiert. Eigentlich ist es mehr als ein Umbau, eher eine „Rochade“, denn im Osttrakt werden die Klassenzimmer ins Erdgeschoss verlegt, oben entstehen die Chemie-, Physik- und Biologieräume mit Overhead-Technik, die die notwendige Versorgung an jeden Lernplatz bringt. Bei allem Stress, den Pädagogik auf der Baustelle bedeutet, hat Buch aber auch Lob für den Schulträger Landkreis übrig: „Hier geschieht eine ganze Menge, hier wird deutlich mehr investiert als in Nachbarkreisen.“

Umbau des Altbaus zum Ganztagsgebäude

Und auch die Friedensschule ist dieses Jahr – endlich – wieder einmal an der Reihe. Der lang ersehnte Umbau des Altbaus zum Ganztagsgebäude steht auf dem Programm. Die Planungen laufen, „der Baubeginn wird in 2014 erfolgen. Mit der Fertigstellung wird Ende 2015 gerechnet“, heißt es aus der Kreisverwaltung, die die voraussichtlichen Gesamtkosten auf rund 3,5 Millionen Euro beziffert. Und Buch? Ist er wunschlos glücklich, wenn im Sommer endlich die letzten Handwerker abgezogen sind? Nun - kein Schulleiter ohne Wunschzettel. Auf dem hat er vermerkt, dass die ASS gerne noch etwas mehr Raum gebrauchen könnte.

sr

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